Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

17.02.2015

Freiheitskämpfer ohne Kraft

Eine Geschichte von Feindschaft und Heiligem Krieg, von Macht und Lust, von Gott und Götzen, von gebrochenen Tabus. „Samson und Dalila“, die einzige erfolgreiche der 13 Opern von Camille Saint-Saëns, birgt ohne Frage eine Menge thematischen Zündstoff, ohne dabei Partei zu ergreifen. Ferdinand Lemaires Libretto, in Anlehnung an das biblische Buch der Richter, Kapitel 13-16, zeigt keinen Sieger und keine Wahrheit auf. Der Ort: Gaza, um 1100 v. Chr. (more…)

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16.02.2015

„Ich bin meinem Talent gefolgt“

Für Elbenita Kajtazi aus dem Kosovo erfüllte sich ein Lebenstraum

Wie gemalt sieht sie aus. Mit ihrem seidenen Schal, den langen dunklen Haaren und den geheimnisvollen Augen unter nicht endenwollenden Wimpern: Elbenita Kajtazi, Sopranistin und Stipendiatin der Deutschen Oper Berlin. Die 23-Jährige lacht viel und laut und strahlt eine Gelassenheit aus, die man kaum fassen kann, wenn man ihre bewegte Lebensgeschichte hört. Später wird sie sagen: „Ich lebe meinen Traum. Ich habe allen Grund glücklich zu sein.“ (more…)

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02.02.2015

Wer hasst, kann nicht trauern

„Elektra“ von Richard Strauss in der Inszenierung von Kirsten Harms und mit drei Sängerinnen von Weltrang

„Wo bleibt Elektra?“ Keine Ouvertüre, kein instrumentales Vorgeplänkel, nichts. Mit einer profanen Frage einer Magd beginnt diese Oper, die doch an Intensität kaum zu überbieten ist. Die 1909 uraufgeführte „Elektra“ von Richard Strauss nach dem gleichnamigen Drama von Hugo von Hofmannsthal nimmt gerade mal 1 Stunde 50 Minuten pausenlose Spieldauer in Anspruch, aber die hat es in sich. Die Atmosphäre in diesem Opernschocker, in dem von Beginn an der Rachegedanke dominiert, ist noch düsterer als in der vier Jahre älteren Oper „Salome“, obwohl die Gewalt, wie im antiken Drama üblich, sich hinter der Szene abspielt. Doch die mit einem groß besetzen Orchester gewaltig instrumentierte Oper führt in psychologische Abgründe. Sie münden in Elektras entsetzlichen Triumphtanz nach der blutigen Vergeltung, bevor sie zu Boden sinkt. Total erschöpft, oder tot? (more…)

23.01.2015

Die Kraft der Verzweiflung

Evelin Herlizius im Gespräch mit Uwe Friedrich

Frau Herlitzius, Sie singen unter anderem die Elektra von Richard Strauss, Turandot von Giacomo Puccini, die Lady Macbeth von Giuseppe Verdi und die Lady Macbeth von Mzensk von Dmitrij Schostakowitsch. In diesen Rollen verkörpern Sie Frauenfiguren am Rande des Nervenzusammenbruchs, die kaum sympathisch wirken. Wie finden Sie einen Zugang zu diesen Rollen?

Das klingt mir ein bisschen zu hysterisch. (more…)

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21.01.2015

Das Abenteuer Begegnung

Es quietscht und hämmert, pocht und dröhnt aus dem Keller der Hector-Peterson- Schule: Enise [15] und Melda [14] feilen abwechselnd an einem langen Stück Holz für das Griffbrett ihres Banjos. Der fünfzehnjährige Fatih baut gerade den Korpus einer Gitarre. Seit drei Monaten fertigen die Schüler bereits gemeinsam im Projekt „Musikinstrumentenbau“ ihre eigenen Instrumente. „Jeder von uns konnte sich selber überlegen, was für ein Instrument er bauen will“, erklärt Melda. So entstehen im Werkstattraum neben Banjo und Gitarre u. a. eine Kalimba, eine Panflöte und ein Tasteninstrument, für das eine alte Keyboard-Tastatur zu neuem Leben erwacht. (more…)

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20.01.2015

Schlagzeuger gehen einfach richtig ab

Im Herbst haben Björn Matthiesen und Rüdiger „Rübe“ Ruppert, beide Schlagzeuger des Orchesters der Deutschen Oper Berlin, einen einwöchigen Percussion-Workshop in der Hector-Peterson-Schule gegeben. Die beiden Schüler Cem und Tafari hatten teilgenommen. Jetzt sitzen die vier nach ihrer ersten Trommel-Session in der Tischlerei zusammen. Ein Gespräch.

Björn Matthiesen (B): Cem, Tafari, was bedeutet euch Musik?

Cem (C) : Musik zu hören ist eine der besten Freizeitbeschäftigungen. Aber selbst Musik zu machen, ist etwas ganz anderes, es ist wirklich geil, man kann etwas Eigenes probieren. (more…)

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19.01.2015

Alles nur aus Liebe – Zu Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“

Mit Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk” präsentiert die Deutsche Oper Berlin eines der Meisterwerke des 20. Jahrhunderts

Liest man lediglich die Handlung von Dmitrij Schostakowitschs bedeutendster Oper „Lady Macbeth von Mzensk“, erscheint deren Titelfigur Katerina Lwowna nicht gerade als Sympathieträgerin. Mehr noch: Die Geschichte einer gelangweilten Kaufmannsfrau, die zuerst ihren Schwiegervater und dann ihren Ehemann ermordet und dafür verdientermaßen in die Verbannung nach Sibirien geschickt wird, ist auf den ersten Blick kaum operntauglich. (more…)

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19.01.2015

Das 4.Tischlereikonzert: Von Schülern und Lehrern

„Ich habe bei ihm so viel gelernt, wovon ich vieles wieder vergessen musste. Aber um es vergessen zu können, musste ich es erst einmal gelernt haben!“ Dieses etwas reservierte Kompliment machte Dmitrij Schostakowitsch (1906-1975) seinem Lehrer Alexander Glasunow. Recht speziell war das Verhältnis zwischen dem hochgeehrten Altmeister und seinem eigenwilligen Zögling. (more…)

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18.01.2015

Valentina 1939 – 1944

Die Geschichte von Valentina ist nicht erfunden. Sie wurde von den Erinnerungen der Theater- und Filmwissenschaftlerin Valentina Freimane (geborene Loewenstein) inspiriert. 1939 war Valentina eine siebzehnjährige Jüdin im unabhängigen Lettland. Sie war als Tochter wohlhabender Eltern in Riga, Paris und Berlin aufgewachsen und als Jugendliche mit ihrer Familie nach Lettland umgezogen. Der Vater war Jurist, seine Klientel bestand vorwiegend aus großen internationalen Unternehmen und Banken. Die Mutter war eine gut gebildete und kulturliebende Dame der Gesellschaft. Valentina war die einzige Tochter ihrer Eltern. Sie hatte eine gute Bildung erhalten und während des letzten Friedenssommers hat sie ihre erste Liebe getroffen, Dima, den sie kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges heiratete. (more…)

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18.01.2015

Aus dem Inhalt: VALENTINA – Eine Oper in zwei Akten von Arturs Maskats

Erster Akt
Es ist Frühling 1939, Ostern. In einem sonnigen Gästezimmer sitzen die Gäste, Valentinas Mutter mit einem Verehrer, Valentinas Vater und Alexei am Tisch. Alle sind vergnügt. Die Kinder spielen, darunter auch Valentina, Alexei und das Kindermädchen. Nach dem Spielen stellt Valentina als die Jüngste am Tisch vor der Mahlzeit die vier rituellen Fragen des „Ma Nishtana“, darauf antwortet der Älteste am Tisch – ihr Vater. (more…)

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