Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

19.11.2014

William Spaulding fördert Chordirigenten

Der Chordirektor leitet erstmals eine Werkstatt des Dirigentenforums des Musikrats

Von Martina Helmig

„Ich möchte den jungen Chordirigenten vermitteln, was einen Opernchor von Rundfunk- oder Konzertchören unterscheidet“, erklärt William Spaulding. „Sie sollen erfahren, wie wir hier arbeiten.“ Zum ersten Mal leitet der Chordirektor eine Werkstatt des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats. (more…)

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10.11.2014

Zwischen Moral und rein menschlichem Empfinden

Fiona Shaws Inszenierung von „Die Schändung der Lucretia“ feiert Berliner Premiere. Die Regisseurin von Benjamin Brittens Kammeroper erlangte weltweit als Schauspielerin Berühmtheit

Von Kai Luehrs-Kaiser

Sie zählt zu den profiliertesten Schauspielerinnen in Großbritannien. Fiona Shaw war lange Mitglied der Royal Shakespeare Company, feierte Erfolge im Kino und arbeitete als Opernregisseurin. Für das Glyndebourne Festival inszenierte sie 2013 Benjamin Brittens Oper „Die Schändung der Lucretia“, eine Produktion, die jetzt im Haus der Berliner Festspiele mit Sängern der Deutschen Oper Berlin Premiere feiern wird. (more…)

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03.11.2014

Macht führt in seelische Abgründe

Donizettis ROBERTO DEVEREUX konzertant in der Philharmonie

Von Martina Helmig

Die Oper müsste „Elisabetta“ heißen. Die Königin steht eindeutig im Mittelpunkt, nicht ihr Heerführer. Vor allem, wenn Edita Gruberová die Herrscherin verkörpert. In ihrer Paraderolle wird die Primadonna assoluta das Zentralgestirn der beiden konzertanten Aufführungen am 5. und 11. November in der Berliner Philharmonie sein. Gaetano Donizetti nannte seine 57. Oper vielleicht deshalb „Roberto Devereux“, weil er vorher schon eine Oper namens „Elisabetta al castello di Kenilworth“ geschrieben hatte. Wie viele Italiener seiner Epoche war der Komponist fasziniert von den Tudors. Königin Elisabeth I. kommt gleich in drei seiner Opern vor. (more…)

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27.10.2014

Heilige mit Geheimnis

Mit DIE SCHÄNDUNG DER LUCRETIA setzt die Deutsche Oper Berlin ihren gefeierten Britten-Zyklus fort

Von Uwe Friedrich

Diese Inszenierung gleicht einer archäologischen Ausgrabung. Ein Mann und eine Frau suchen nach der historischen Wahrheit und ihrer Deutung für die Gegenwart. Tatsächlich wühlen sie in der Erde eines römischen Feldlagers und finden Indizien für die Vergewaltigung einer jungen Frau. Sie kommentieren die Fundstücke und wollen verstehen, wie es zu der Tat kam und was die Folgen waren. Benjamin Brittens rätselhafte Kammeroper DIE SCHÄNDUNG DER LUCRETIA entstand kurz nach dem Zweiten Weltkrieg (more…)

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24.10.2014

“Alles außer Oper”

Bei IN TRANSIT zeigen sich die Sänger des Ensembles von einer ungewohnten Seite

Von Patrick Wildermann

Immer in Bewegung. Nie wirklich angekommen. Das ist das Grundgefühl der Gegenwart. Wir sind Durchreisende mit festem Ziel vor Augen, aber stets zwischen den Stationen: im U-Bahnhof, am Flughafen, an der Bushaltestelle. „Orte, an denen man sich begegnet oder weiter geht“, so Eva-Maria Abelein. „Wo wir viel Zeit unseres Lebens verbringen“. (more…)

10.10.2014

Hymnen auf die Liebe

Das Béjart Ballet zu Gast im Tempodrom

Von Sandra Luzina

„Verloren sei uns der Tag, wo nicht ein Mal getanzt wurde!“ schrieb Nietzschein „Also sprach Zarathustra“. Dieses Diktum war für den Choreografen Maurice Béjart ein Lebensmotto – bis zuletzt. Der charismatische Ballett- Erneuerer starb im November 2007 im Alter von 80 Jahren in Lausanne. Doch seine Compagnie existiert weiter und hält das künstlerische Erbe des Jahrhundert-Choreografen lebendig. (more…)

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10.10.2014

Wie ein Desaster sich in einen Riesenerfolg verwandelte

In ihrer Oper ARIADNE AUF NAXOS vermischten Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal Burleske und Tragödie

Von Martina Helmig

Was tun bei übergroßem Kummer? Man möchte erstarren, sich verstecken und vergraben. Den Schmerz überwindet man aber erst, wenn man bereit ist, sich zu öffnen und auf etwas Neues zuzugehen. Diese grundsätzliche Erkenntnis vermittelt die Oper „Ariadne auf Naxos“ auf verschiedenen Ebenen. Da ist erst einmal die Titelheldin selbst. Sie hat Theseus mit ihrem Faden vor dem Minotaurus gerettet, für ihn ihre Familie und Heimat aufgegeben. (more…)

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02.10.2014

Maurice Béjarts rauschhaftes Weltballett

Auf Einladung der Deutschen Oper und des Staatsballetts Berlin zeigt das Béjart Ballet Lausanne drei großartig besetzte Meisterwerke des Jahrhundert-Choreografen

Von Martina Helmig

Die Franzosen verehren ihn als Monstre sacré, als heiliges Monster.Andere nennen ihn Jahrhundertchoreografen, Ballettmagier oder Bilderzauberer. Maurice Béjart hat die Tanzkunst des 20. Jahrhunderts revolutioniert. Nach elf Jahren gastiert auf Einladung des Staatsballetts Berlin und der Deutschen Oper das Béjart Ballet Lausanne wieder in Berlin. Drei groß besetzte Meisterwerke des 2007 verstorbenen Franzosen sind vom 17. bis 19. Oktober im Tempodrom zu erleben: „Le Sacre du Printemps“, „Boléro“ und „Ce que l’amour me dit“. (more…)

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26.09.2014

Der Star aus der Spandauer Straße

Giacomo Meyerbeer, das „weltfreie“ Genie, und seine komplizierte Beziehungskiste mit Berlin

Weil beim Auftritt eines Soldaten-Balletts echte Munition verwendet wurde und ein glimmender Gewehrpfropfen Kostümhaufen entflammte, war am 19. August 1843 mit den Kulissen der Königlichen Oper das ganze Gebäude abgebrannt. Für die Eröffnung des eilends wiederherzustellenden Musentempels legt Friedrich Wilhelm IV. seinem neuen Generalmusikdirektor, dessen Bühnen-Hits international Furore machen, den eigenhändigen Entwurf eines friderizianischen Singspiels vor. (more…)

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16.09.2014

Die Aufnahme der Ausnahme

Heutzutage kann jeder Komponist sein: alle 24 Stunden wird eine unmessbare Menge an Musik produziert. Daher fragt der britische Klangkünstler Matthew Herbert: sind wir immer noch in der Lage zuzuhören? Welche Rolle in unserem alltäglichen Leben? Und kann Musik soziale oder politische Veränderungen beeinflussen, kann sie etwas bewegen? Herbert lädt zur Beantwortung dieser Fragen das Publikum ein, sich mit dem kreativen Prozess auseinanderzusetzen und daran auch aktiv teilzunehmen. Sieben Tage werden Matthew Herbert und seine Band Artists-in-Residence sein, in einem eigens hierfür eingerichteten Tonstudio in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin. Ihr Ziel: innerhalb von einer Woche ein Album from scratch zu komponieren, aufzunehmen und zu mischen, in erster Linie gemeinsam mit dem Publikum. Am achten Tag wird dann gefeiert: THE RECORDING kulminiert in einer Record-Release-Party.  (more…)

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