Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

HendrikUnger

Hendrik Unger lebt und arbeitet seit 2001 als freischaffender Kunst- und Kulturproduzent in Berlin. Der ausgebildete Schlagzeuger, diplomierte Kulturmanager und zertifizierte Coach arbeitet seit 20 Jahren als Projektentwickler, Projekt- und Programmleiter, Veranstaltungsmanager und Berater in und mit freien Projektgruppen, Ensembles sowie Kulturinstitutionen aus den Bereichen Theater, Tanz, Performance, Oper, Musiktheater, bildende Kunst und Musik. Seit 2012 betreut er als freier Online-Redakteur alle sozialen Medien der Deutschen Oper Berlin.

Foto der Woche

Die Qualität guten Musiktheaters, den Einzelnen wie unter einem Vergrößerungsglas zu zeigen und ihn quasi hautnah an uns heranzurücken, haben wir auch in den Bildern des japanischen Künstlers Satoshi Fujiwara entdeckt. Seine scheinbar natürlichen, aber in Wirklichkeit kunstvoll komponierten Nahaufnahmen aus der Reihe „Code Unknown“ werden die Deutsche Oper Berlin durch die Saison 16 / 17 begleiten. In ihrer extremen Nahsicht wirken die in der Berliner S- und U-Bahn beobachteten Menschen verstörend fremd, doch zugleich spüren wir, dass dieses Fremde nicht durch Anderssein, sondern durch den ungewöhnlichen Blickwinkel zustande kommt.

Arbeiten von Satoshi Fujiwara sind ab dem 2. September 2016 in den Foyers der Deutschen Oper Berlin ausgestellt. Wir zeigen Fotografien aus den Serien „Code Unknown“, „#R“, „THE FRIDAY: A report on a report” und „#police #cover_up #demonstrations #brutality”.

Satoshi Fujiwara wurde 1984 in Kobe [Japan] geboren. Nach dem Studium an der University of Arts in Osaka arbeitete er zunächst als Grafikdesigner in Tokio. 2012 kam er nach Deutschland und begann, autodidaktisch als Fotograf zu arbeiten. Erstes internationales Aufsehen erregte Fujiwara 2014 als er den Japan Photo Award erhielt und das japanische Modehaus Issey Miyake kurz darauf eine Kollektion mit seinen Fotografien auf der Pariser Fashion Week präsentierte. Kürzliche Einzel- und Gruppenausstellungen fanden bei NON Berlin, Egbert Baqué Contemporary in Berlin, bei Werhaus in Barcelona, sowie dem IMA Concept Store und Issey Miyake Space in Tokio statt. Darüber hinaus war er mit seinen Arbeiten auf der Photo London 2016, dem Belgrade Photo Month 2016, Unseen Photo Fair 2015 in Amsterdam und Paris Photo 2015 vertreten. Satoshi Fujiwara wird von der Galerie und dem gleichnamigen Verlag IMA in Tokio vertreten, wo auch sein erstes Buch zu Fotografien der Serie „Code Unknown“ erschien. Er lebt und arbeitet in Berlin.

In Zusammenarbeit mit Stan Hema GmbH, Agentur für Markenentwicklung

Foto: Satiashi Fujiwara

„Ich hasse Escamillo!“

Vor fünf Jahren begann Marko Mimica seine Karriere im Ensemble der Deutschen Oper Berlin. Jetzt steht der Bassbariton vor dem nächsten Schritt: Dem in die Freiberuflichkeit

Diesen einen Moment wird Marko Mimica nie vergessen. Er war frisch aus Kroatien eingetroffen und gab sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin. „Tosca“ stand im September 2011 auf dem Spielplan, zum ersten Mal sang der junge Bassbariton den politischen Gefangenen Angelotti. Er hatte damals schon drei Jahre lang während seiner Studienzeit am Nationaltheater in Zagreb gesungen, aber wirklich große Stimmen kannte er nur von CDs. Auf einen Tenor wie Marcello Giordani mit seinen unerhörten Spitzentönen war er einfach nicht vorbereitet. (more…)

„Ein paar Tricks, wie man am besten überlebt“

In der Orchesterakademie lernt der Nachwuchs

„Sie könnte meine Tochter sein“, sagt Manon Gerhardt scherzhaft über ihre Namensvetterin Manon Stassen. Die beiden wirken auf den ersten Blick tatsächlich wie Mutter und Tochter: Gerhardt erzählt drauf los, Stassen hält sich dezent zurück. Doch was wie eine kleine Familie ausschaut, ist in Wirklichkeit ein Austausch unter Profis – die redegewandte Bratschistin ist routiniertes Orchestermitglied, die junge Geigerin hingegen möchte es einmal werden. (more…)

„Einfach, kindlich und unschuldig“

Für Mélisande geht Jana Kurucová buchstäblich ins Wasser. Nur der Schluss fällt ihr diesmal nicht leicht.

„Diese Inszenierung mit dem Wasser und den wechselnden Lichtstimmungen zieht einen sofort in ihren Bann“, schwärmt Jana Kurucová. Sie sang die Mélisande schon vor vier Jahren. Ohne zu zögern sagte sie zu, die fordernde Partie auch bei der Wiederaufnahme am 9. September zu übernehmen – obwohl sie gerade ihr erstes Kind bekommen hat. (more…)

Friederike von Rauch: Berlin – Nachkriegsmoderne

„Friederike von Rauch gehört zu jenen Künstlern, deren Arbeiten unmittelbar durch die Klarheit ihrer Komposition und die totale Zurückhaltung in den verwendeten Bildmitteln überraschen.“ (Prof. Dr. Andres Lepik)

Die in Berlin lebende Künstlerin Friederike von Rauch ist von Architektur fasziniert und nimmt diese in außergewöhnlicher Weise wahr. Sie spürt Orte auf, erkundet wenig zugängliche Bauten und erschafft mittels einer analogen Kamera Bilder von geheimnisvoller Abstraktion und malerischer Anmutung. (more…)

Das navigierende Bildtheater

Was haben Sasha Waltz, Constanza Macras und Nicola Hümpel gemeinsam?

Alle drei sind in den 90er und 00er Jahren auf Basis sehr unterschiedlicher künstlerischer Ansätze dem Schoß der Berliner Sophiensaele entwachsen und heute in einer Art (unausgesprochen) Tanz-Triumvirat maßgeblich für den internationalen Erfolg des zeitgenössischen Tanzes bzw. freien Theaters der Marke Berlin mitverantwortlich.

 

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„Erweitern die Phantasie“

Panama in der Tischlerei!

Seit eineinhalb Wochen laufen die Proben für die Kinderoper “Oh, wie schön ist Panama”. Die Reise in das unbekannte Sehnsuchtsland hat also begonnen und mit im Gepäck haben wir natürlich viele, herrlich duftende Bananen!

Für die chinesische Komponistin des Stücks Lin Wang (*1976) hat die Reise nach Deutschland leider noch nicht begonnen, da es mit dem Visum nicht so klappt, wie zunächst erhofft. Nun warten wir alle gemeinsam sehnlichst auf ihre Ausreisegenehmigung. Der Austausch mit Lin findet momentan allein per Email oder Telefon statt, an das Panama-Ensemble schrieb sie aus China folgende Worte:

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