Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

16.03.2015

ROMEO UND JULIA als Inspirationsquelle

Shakespeares Texte haben Komponisten durch die Jahrhunderte inspiriert, angefangen mit Purcells THE FAIRY QUEEN, die auf dem Stoff des „Sommernachtstraums“ basiert, bis hin zu Thomas Adès’ Studien zum STURM. Diese Reise durch die Jahrhunderte endet schließlich in der Jetzt-Zeit:

Das Orchester der Deutschen Oper vergibt in diesem Jahr ein Auftragswerk an den Komponisten Mathias Hinke, das sich auf das Drama „Romeo und Julia“ beziehen und Shakespeares Sprache in einem Kammermusikwerk zu Gehör bringen wird. Mit Mathias Hinke sprach Dramaturg Sebastian Hanusa über die Neukomposition und die Inspirationsquelle William Shakespeare. (more…)

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16.03.2015

NEUE SZENEN II: Wir sind belauscht mit Ohr und Blick

Zum zweiten Mal nach 2013 ist die Tischlerei Ort der NEUEN SZENEN, des gemeinsamen Musiktheaterprojekts der Deutschen Oper Berlin und der Hochschule für Musik Hanns Eisler.

Am Anfang der NEUEN SZENEN II stand der internationale Kompositionswettbewerb, den die Deutsche Oper Berlin zusammen mit der Hochschule ausgelobt hatte. Im Januar 2014 wählte eine Jury unter Vorsitz von Manfred Trojahn unter 50 Bewerbern drei Komponisten aus, an die der Auftrag erging, zusammen mit drei jungen Dramatikern aus dem Studiengang „Szenisches Schreiben“ der Universität der Künste je eine Kammeroper von 20 bis 30 Minuten zu schreiben, die an einem Abend gemeinsam aufgeführt werden. (more…)

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06.03.2015

Back to the Roots

Strawinskijs GESCHICHTE VOM SOLDATEN kehrt für eine Aufführung in die Tischlerei zurück

Er war der Radikalste von allen: Als sich der 35-jährige Igor Strawinskij gegen Ende des Ersten Weltkriegs daran machte, das russische Märchen GESCHICHTE VOM SOLDATEN zu vertonen, stellte er den ganzen herkömmlichen Opernapparat erstmal auf Null. Statt eines großen Orchesters, eines Opernchores und opulenter Ausstattung braucht das knapp einstündige Stück nur sieben Musiker, zwei Darsteller und einen Erzähler und lässt sich schon mit den knappsten szenischen Mitteln auf die Bühne bringen. (more…)

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03.03.2015

Der Frauenversteher

Giacomo Puccini schöpfte die Inspiration zu seinen Opern immer wieder aus privaten Liebesverhältnissen

Die Titel seiner Opern sprechen für sich. MANON LESCAUT, TOSCA, FRÄULEIN SCHMETTERLING, TURANDOT. Giacomo Puccini liebte die Frauen. Er machte sie zu den Heldinnen seiner Dramen, auch wenn – oder gerade weil – sie die Opfer der Geschehnisse werden, die ihnen die eigene Verliebtheit, ein skrupelloser Mann oder das ungnädige Schicksal aufgezwungen haben. (more…)

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02.03.2015

„Ich liege seit 20 Jahren auf der Couch“

Opernstar Rolando Villazón inszeniert „La Rondine“. Er spricht über die Oper, die Überwindung von Krisen und die Masken seiner Persönlichkeit.

Berliner Morgenpost: Herr Villazón, die Handlung von Puccinis „La Rondine“ klingt komplex. Können Sie sie mal kurz zusammenfassen?

Rolando Villazón: Gerne doch. In zwei Sätzen: Es geht um die Erfüllung von Magdas Vorstellung von wahrer, romantischer Liebe. Und wie sie scheitert. Das hätten Sie nicht gedacht, oder?!

Meine Hochachtung! Und die Musik?

Ist transparent, jedenfalls nicht dick oder ölig. (more…)

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17.02.2015

Freiheitskämpfer ohne Kraft

Eine Geschichte von Feindschaft und Heiligem Krieg, von Macht und Lust, von Gott und Götzen, von gebrochenen Tabus. „Samson und Dalila“, die einzige erfolgreiche der 13 Opern von Camille Saint-Saëns, birgt ohne Frage eine Menge thematischen Zündstoff, ohne dabei Partei zu ergreifen. Ferdinand Lemaires Libretto, in Anlehnung an das biblische Buch der Richter, Kapitel 13-16, zeigt keinen Sieger und keine Wahrheit auf. Der Ort: Gaza, um 1100 v. Chr. (more…)

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16.02.2015

„Ich bin meinem Talent gefolgt“

Für Elbenita Kajtazi aus dem Kosovo erfüllte sich ein Lebenstraum

Wie gemalt sieht sie aus. Mit ihrem seidenen Schal, den langen dunklen Haaren und den geheimnisvollen Augen unter nicht endenwollenden Wimpern: Elbenita Kajtazi, Sopranistin und Stipendiatin der Deutschen Oper Berlin. Die 23-Jährige lacht viel und laut und strahlt eine Gelassenheit aus, die man kaum fassen kann, wenn man ihre bewegte Lebensgeschichte hört. Später wird sie sagen: „Ich lebe meinen Traum. Ich habe allen Grund glücklich zu sein.“ (more…)

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02.02.2015

Wer hasst, kann nicht trauern

„Elektra“ von Richard Strauss in der Inszenierung von Kirsten Harms und mit drei Sängerinnen von Weltrang

„Wo bleibt Elektra?“ Keine Ouvertüre, kein instrumentales Vorgeplänkel, nichts. Mit einer profanen Frage einer Magd beginnt diese Oper, die doch an Intensität kaum zu überbieten ist. Die 1909 uraufgeführte „Elektra“ von Richard Strauss nach dem gleichnamigen Drama von Hugo von Hofmannsthal nimmt gerade mal 1 Stunde 50 Minuten pausenlose Spieldauer in Anspruch, aber die hat es in sich. Die Atmosphäre in diesem Opernschocker, in dem von Beginn an der Rachegedanke dominiert, ist noch düsterer als in der vier Jahre älteren Oper „Salome“, obwohl die Gewalt, wie im antiken Drama üblich, sich hinter der Szene abspielt. (more…)

23.01.2015

Die Kraft der Verzweiflung

Evelin Herlizius im Gespräch mit Uwe Friedrich

Frau Herlitzius, Sie singen unter anderem die Elektra von Richard Strauss, Turandot von Giacomo Puccini, die Lady Macbeth von Giuseppe Verdi und die Lady Macbeth von Mzensk von Dmitrij Schostakowitsch. In diesen Rollen verkörpern Sie Frauenfiguren am Rande des Nervenzusammenbruchs, die kaum sympathisch wirken. Wie finden Sie einen Zugang zu diesen Rollen?

Das klingt mir ein bisschen zu hysterisch. (more…)

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19.01.2015

Alles nur aus Liebe – Zu Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“

Mit Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk” präsentiert die Deutsche Oper Berlin eines der Meisterwerke des 20. Jahrhunderts

Liest man lediglich die Handlung von Dmitrij Schostakowitschs bedeutendster Oper „Lady Macbeth von Mzensk“, erscheint deren Titelfigur Katerina Lwowna nicht gerade als Sympathieträgerin. Mehr noch: Die Geschichte einer gelangweilten Kaufmannsfrau, die zuerst ihren Schwiegervater und dann ihren Ehemann ermordet und dafür verdientermaßen in die Verbannung nach Sibirien geschickt wird, ist auf den ersten Blick kaum operntauglich. (more…)

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