Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

24.06.2016

Rokoko trifft Wiener Klassik

Seit fast zwei Jahrzehnten gehört Michaela Kaune zu den Publikumslieblingen an der Deutschen Oper Berlin. Im Ensemble an der Bismarckstraße hat sie ihre Karriere begonnen. Inzwischen ist die Sopranistin weltweit gefragt – doch ein Heimspiel in Berlin ist immer etwas Besonderes. Erst kürzlich hat sie wieder als Marschallin im „Rosenkavalier“ einen Erfolg an der Deutschen Oper Berlin gefeiert. (more…)

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16.06.2016

Der Stoff, aus dem die Säume sind

Die Kostümwelten des Hussein Chalayan

Hussein Chalayan ist eine Ausnahmeerscheinung in der Modewelt. Der britische Designer interessiert sich nicht für Mode – jedenfalls nicht als Selbstzweck. Er ist nicht an der Oberfläche der Dinge interessiert, er will tiefer bohren. Sein Ziel ist es, Kleidung als ein Medium zu nutzen, um der Welt bestimmte Dinge mitzuteilen – und so eine eigene Sprache zu kreieren. Seine Modenschauen benutzt er seit seiner Abschlusspräsentation an der berühmten Modeschule Central St. Martins in London im Jahr 1993 als Bühne für seine Experimente. (more…)

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14.06.2016

Der Klang von Zuckerwatte

Der Videokünstler Deville Cohen und der Komponist Hugo Morales Murguia bringen optisch und akustisch neue Dimensionen in das Musiktheater

Baustellenkegel fahren im Riesenrad spazieren, neben der dreieckigen Videoleinwand schichten Tänzer rosarote Riesenbälle auf. In der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin sieht es aus wie im Vergnügungspark, aber auch wie im Lehrbuch für Geometrie. „Underline“ heißt die Produktion des israelischen Videokünstlers und Regisseurs Deville Cohen und des mexikanischen Komponisten Hugo Morales. Es ist eine Koproduktion der Deutschen Oper Berlin mit der Münchener Biennale für neues Musiktheater. (more…)

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13.06.2016

Abenteuer Mozart

Rodrigo García inszeniert DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL

Rodrigo García zählt zu den Künstlern, die erfrischend direkt auf den Punkt kommen. Als er zum ersten Mal das Libretto von Mozarts Singspiel DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL gelesen habe, sei er „ziemlich erschrocken“, bekennt der argentinische Regisseur bestens gelaunt. „Diese Geschichte“, habe er gedacht, „ist ja richtiger Quatsch“. (more…)

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25.05.2016

Nicht warm werden lassen!

Roberto Rizzi Brignoli über „Der Troubadour“, den Unterschied zwischen Repertoire und Premiere und das Geheimnis eines italienischen Klangs

Roberto Rizzi Brignoli, geboren 1961 in Bergamo, wo er bis heute lebt, zählt zu den profiliertesten Dirigenten des italienischen Fachs. Ausgebildet als Dirigent und Pianist, war er zunächst Assistent bei Gianandrea Gavazzeni und Riccardo Muti an der Mailänder Scala. An der Deutschen Oper Berlin dirigierte er regelmäßig nicht nur Repertoire-Vorstellungen, sondern auch Premieren wie „La Rondine“, „Der Liebestrank“, „Macbeth“ und „I due Foscari“ (konzertant mit Leo Nucci). Im Mai kehrt er für die Wiederaufnahme von Verdis „Der Troubadour“ zurück. (more…)

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10.05.2016

„Ich hasse Escamillo!“

Vor fünf Jahren begann Marko Mimica seine Karriere im Ensemble der Deutschen Oper Berlin. Jetzt steht der Bassbariton vor dem nächsten Schritt: Dem in die Freiberuflichkeit

Diesen einen Moment wird Marko Mimica nie vergessen. Er war frisch aus Kroatien eingetroffen und gab sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin. „Tosca“ stand im September 2011 auf dem Spielplan, zum ersten Mal sang der junge Bassbariton den politischen Gefangenen Angelotti. Er hatte damals schon drei Jahre lang während seiner Studienzeit am Nationaltheater in Zagreb gesungen, aber wirklich große Stimmen kannte er nur von CDs. Auf einen Tenor wie Marcello Giordani mit seinen unerhörten Spitzentönen war er einfach nicht vorbereitet. (more…)

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28.04.2016

Chemo Brother

CHEMO BROTHER, das dritte Jugendprojekt in dieser Spielzeit, widmet sich den Themen Liebe und Krankheit.

Regisseurin Marielle Sterra war aufgefallen, dass vor eineinhalb Jahren plötzlich sehr viele Bücher über krebskranke Jugendliche erschienen waren. „Ich habe mich gefragt: Was ist eigentlich mit den Geschwistern? Wie gehen die damit um? Über sie wird viel weniger geschrieben.“ Und so entwickelte Sterra CHEMO BROTHER: (more…)

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27.04.2016

Komponierte Nahtoderfahrung

Ein Gespräch von Isabel Herzfeld mit Georg Friedrich Haas über seine Oper MORGEN UND ABEND

Herr Haas, alle Ihre Opern behandeln Themen der Transzendenz, es geht um Nacht in einem sehr umfassenden Sinne, um unlösbare Verstrickungen mit der Vergangenheit, um Tod und Sterben. Ihre Oper MELANCHOLIA von 2008 auf ein Libretto des norwegischen Autors Jon Fosse zeigt, wie ein Mensch in den Wahnsinn getrieben wird. Hatten Sie damals schon die Idee, noch einen Schritt weiter zu gehen und MORGEN UND ABEND zu vertonen?

Fosse machte mir selbst den Vorschlag, das Libretto zu schreiben. (more…)

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26.04.2016

Zwischen den Tönen

Georg Friedrich Haas’ neue Oper „Morgen und Abend“ basiert auf einem Roman von Jon Fosse

Welche Ereignisse machen das Leben lebenswert? Für einen Opernsänger gehört das Debüt am Londoner Royal Opera House sicher dazu. „Aber auch die duftende Tasse Kaffee am Morgen“, betont der Bariton Christoph Pohl. Die kleinen Glücksmomente sind nicht zu unterschätzen. Wie viel Gewicht werden sie haben, wenn man am Ende Bilanz zieht? Welche Inhalte ergeben ein erfülltes Leben? Was ist wirklich wichtig? Die neue Oper von Georg Friedrich Haas „Morgen und Abend“ lädt dazu ein, sich für anderthalb Stunden mit solchen Fragen zu beschäftigen. (more…)

24.04.2016

Primadonna, tiefergelegt

Irene Roberts gilt als eine der großen Hoffnungen im Ensemble der Deutschen Oper – auch als Carmen

Auch für Mezzosoprane kann das Leben hart sein. Wenn Irene Roberts ihrem neunmonatigen Sohn Austen mit halber Stimme vorsingt, macht der zuerst große Augen. Und fängt dann an zu weinen. Ein neuerlicher Versuch wurde um einige Monate vertagt. Zuhause in Wilmersdorf, wo die gebürtige Kalifornierin mit ihrer Familie lebt, singt sie fast gar nicht. Sondern geht zum Üben in die Bismarckstraße zur Deutschen Oper. „Der Einzige, der sich überhaupt gar nichts anmerken lässt, wenn ich singe, ist unser Hund Miki“, so Roberts. Der japanische Shiba, ein Jagdspitz, hat vielmehr, wenn die Mama weg ist, eine Erziehungsrolle zu übernehmen. „Das Krabbeln“, erzählt Ehemann Devon lachend, „hat unser Baby ganz eindeutig nicht von uns gelernt. Sondern von unserem Hund“. (more…)

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