Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

23.01.2015

Die Kraft der Verzweiflung

Evelin Herlizius im Gespräch mit Uwe Friedrich

Frau Herlitzius, Sie singen unter anderem die Elektra von Richard Strauss, Turandot von Giacomo Puccini, die Lady Macbeth von Giuseppe Verdi und die Lady Macbeth von Mzensk von Dmitrij Schostakowitsch. In diesen Rollen verkörpern Sie Frauenfiguren am Rande des Nervenzusammenbruchs, die kaum sympathisch wirken. Wie finden Sie einen Zugang zu diesen Rollen?

Das klingt mir ein bisschen zu hysterisch. (more…)

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19.01.2015

Alles nur aus Liebe – Zu Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“

Mit Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk” präsentiert die Deutsche Oper Berlin eines der Meisterwerke des 20. Jahrhunderts

Liest man lediglich die Handlung von Dmitrij Schostakowitschs bedeutendster Oper „Lady Macbeth von Mzensk“, erscheint deren Titelfigur Katerina Lwowna nicht gerade als Sympathieträgerin. Mehr noch: Die Geschichte einer gelangweilten Kaufmannsfrau, die zuerst ihren Schwiegervater und dann ihren Ehemann ermordet und dafür verdientermaßen in die Verbannung nach Sibirien geschickt wird, ist auf den ersten Blick kaum operntauglich. (more…)

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18.01.2015

Valentina 1939 – 1944

Die Geschichte von Valentina ist nicht erfunden. Sie wurde von den Erinnerungen der Theater- und Filmwissenschaftlerin Valentina Freimane (geborene Loewenstein) inspiriert. 1939 war Valentina eine siebzehnjährige Jüdin im unabhängigen Lettland. Sie war als Tochter wohlhabender Eltern in Riga, Paris und Berlin aufgewachsen und als Jugendliche mit ihrer Familie nach Lettland umgezogen. Der Vater war Jurist, seine Klientel bestand vorwiegend aus großen internationalen Unternehmen und Banken. Die Mutter war eine gut gebildete und kulturliebende Dame der Gesellschaft. Valentina war die einzige Tochter ihrer Eltern. Sie hatte eine gute Bildung erhalten und während des letzten Friedenssommers hat sie ihre erste Liebe getroffen, Dima, den sie kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges heiratete. (more…)

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18.01.2015

Aus dem Inhalt: VALENTINA – Eine Oper in zwei Akten von Arturs Maskats

Erster Akt
Es ist Frühling 1939, Ostern. In einem sonnigen Gästezimmer sitzen die Gäste, Valentinas Mutter mit einem Verehrer, Valentinas Vater und Alexei am Tisch. Alle sind vergnügt. Die Kinder spielen, darunter auch Valentina, Alexei und das Kindermädchen. Nach dem Spielen stellt Valentina als die Jüngste am Tisch vor der Mahlzeit die vier rituellen Fragen des „Ma Nishtana“, darauf antwortet der Älteste am Tisch – ihr Vater. (more…)

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18.01.2015

Arturs Maskats über Valentina

Was hat Sie dazu bewegt, eine Oper zu schreiben, die über die tragische Vergangenheitserfahrung einer Persönlichkeit erzählt?
Ich habe schon immer ein großes Interesse an dieser Zeit gehabt: dem Anfang des Zweiten Weltkrieges. Es war ein Wendepunkt in der lettischen Geschichte – die Zeit, als unser unabhängiger Staat vernichtet wurde und die Gesellschaft innerhalb kürzester Zeit eine tiefe Erschütterung erfahren hat. Der sowjetischen Besatzung folgten die deutsche Besatzung und der Holocaust. Das Ganze geschah sehr konzentriert innerhalb einer kurzen Zeitspanne. (more…)

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12.01.2015

Zu Besuch bei Seth Carico

Sonnige zwei Zimmer mit Klavier: Hier fühlen sich Bassbariton Seth Carico und seine Frau zuhause

Ein „Barihunk“ wie aus dem Bilderbuch. Der englische Begriff setzt sich aus den Wörtern „Bariton“ und „Hunk“ zusammen. Ein Bariton also, bei dem nicht nur die Stimme fasziniert, sondern auch das Äußere stimmt. Fast jeden Tag geht Seth Carico (32) ins Sportstudio, um seine Muskeln zu stählen. Er fühlt sich geschmeichelt, wenn man ihn zu den Barihunks zählt und wenn er im gleichnamigen Blog gefeatured wird. (more…)

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07.01.2015

Große Kunst und guter Zweck

Die 21. Festliche Operngala für die Deutsche Aids-Stiftung

Von solch einem Karrieresprung träumt wohl jede Sängerin. Kurz vor der „La Traviata“-Premiere muss die Hauptdarstellerin erkrankt absagen. Eine junge Kollegin springt im letzten Moment ein – und landet einen gewaltigen Erfolg. Venera Gimadieva avancierte auf diese Weise zum neuen Star des Bolschoi-Theaters. Die russische Sopranistin wird seitdem als „wahre Violetta“ gefeiert und von den bedeutendsten Häusern eingeladen. Am 10. Januar gehört Venera Gimadieva zur illustren Riege von internationalen Sängerpersönlichkeiten, die das Bühnenprogramm der 21. Festlichen Operngala für die Deutsche AIDS-Stiftung in Berlin bestreiten. (more…)

17.12.2014

Lorenzo Fioroni über Puccinis letzte Oper „Turandot“

TURANDOT bezieht ihre theatrale Grundsituation aus einem orientalischen Märchen, das bis heute in vielfältigen Varianten in der europäischen Literatur und Musik aufgenommen wurde. Puccini wählte den Stoff, weil er sich nach Erneuerung sehnte. Inwiefern geht er mit dieser Oper andere Wege?
Frühere Werke Puccinis sind oftmals in einem realistischen Milieu angesiedelt und spielen in Puccinis eigener Gegenwart. (more…)

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19.11.2014

William Spaulding fördert Chordirigenten

Der Chordirektor leitet erstmals eine Werkstatt des Dirigentenforums des Musikrats

Von Martina Helmig

„Ich möchte den jungen Chordirigenten vermitteln, was einen Opernchor von Rundfunk- oder Konzertchören unterscheidet“, erklärt William Spaulding. „Sie sollen erfahren, wie wir hier arbeiten.“ Zum ersten Mal leitet der Chordirektor eine Werkstatt des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats. (more…)

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10.11.2014

Zwischen Moral und rein menschlichem Empfinden

Fiona Shaws Inszenierung von „Die Schändung der Lucretia“ feiert Berliner Premiere. Die Regisseurin von Benjamin Brittens Kammeroper erlangte weltweit als Schauspielerin Berühmtheit

Von Kai Luehrs-Kaiser

Sie zählt zu den profiliertesten Schauspielerinnen in Großbritannien. Fiona Shaw war lange Mitglied der Royal Shakespeare Company, feierte Erfolge im Kino und arbeitete als Opernregisseurin. Für das Glyndebourne Festival inszenierte sie 2013 Benjamin Brittens Oper „Die Schändung der Lucretia“, eine Produktion, die jetzt im Haus der Berliner Festspiele mit Sängern der Deutschen Oper Berlin Premiere feiern wird. (more…)

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