Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

04.03.2015

Die heitere „Bohème“

„La Rondine“ ist Puccinis origineller Weg ins leichtgewichtige Parlando

Puccinis lyrische Komödie, „La Rondine“,war ein Schmerzenskind. Wegen des I. Weltkrieges konnte das Werk nicht am Wiener Carl-Theater uraufgeführt werden. Dort hatte man es für ein fürstliches Honorar in Auftrag gegeben. Die Verlegung ins Opernhaus des Kasinos von Monte Carlo rückte das Werk 1917 zwar in die Nähe eines der Orte der Handlung. Abseitig indes blieb die Lage dieser letzten Oper, deren Uraufführung Puccini noch persönlich erlebt hat. (more…)

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03.03.2015

Der Frauenversteher

Giacomo Puccini schöpfte die Inspiration zu seinen Opern immer wieder aus privaten Liebesverhältnissen

Die Titel seiner Opern sprechen für sich. MANON LESCAUT, TOSCA, FRÄULEIN SCHMETTERLING, TURANDOT. Giacomo Puccini liebte die Frauen. Er machte sie zu den Heldinnen seiner Dramen, auch wenn – oder gerade weil – sie die Opfer der Geschehnisse werden, die ihnen die eigene Verliebtheit, ein skrupelloser Mann oder das ungnädige Schicksal aufgezwungen haben. (more…)

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17.02.2015

Freiheitskämpfer ohne Kraft

Eine Geschichte von Feindschaft und Heiligem Krieg, von Macht und Lust, von Gott und Götzen, von gebrochenen Tabus. „Samson und Dalila“, die einzige erfolgreiche der 13 Opern von Camille Saint-Saëns, birgt ohne Frage eine Menge thematischen Zündstoff, ohne dabei Partei zu ergreifen. Ferdinand Lemaires Libretto, in Anlehnung an das biblische Buch der Richter, Kapitel 13-16, zeigt keinen Sieger und keine Wahrheit auf. Der Ort: Gaza, um 1100 v. Chr. (more…)

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03.11.2014

Macht führt in seelische Abgründe

Donizettis ROBERTO DEVEREUX konzertant in der Philharmonie

Von Martina Helmig

Die Oper müsste „Elisabetta“ heißen. Die Königin steht eindeutig im Mittelpunkt, nicht ihr Heerführer. Vor allem, wenn Edita Gruberová die Herrscherin verkörpert. In ihrer Paraderolle wird die Primadonna assoluta das Zentralgestirn der beiden konzertanten Aufführungen am 5. und 11. November in der Berliner Philharmonie sein. Gaetano Donizetti nannte seine 57. Oper vielleicht deshalb „Roberto Devereux“, weil er vorher schon eine Oper namens „Elisabetta al castello di Kenilworth“ geschrieben hatte. Wie viele Italiener seiner Epoche war der Komponist fasziniert von den Tudors. Königin Elisabeth I. kommt gleich in drei seiner Opern vor. (more…)

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10.10.2014

Hymnen auf die Liebe

Das Béjart Ballet zu Gast im Tempodrom

Von Sandra Luzina

„Verloren sei uns der Tag, wo nicht ein Mal getanzt wurde!“ schrieb Nietzschein „Also sprach Zarathustra“. Dieses Diktum war für den Choreografen Maurice Béjart ein Lebensmotto – bis zuletzt. Der charismatische Ballett- Erneuerer starb im November 2007 im Alter von 80 Jahren in Lausanne. Doch seine Compagnie existiert weiter und hält das künstlerische Erbe des Jahrhundert-Choreografen lebendig. (more…)

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10.10.2014

Wie ein Desaster sich in einen Riesenerfolg verwandelte

In ihrer Oper ARIADNE AUF NAXOS vermischten Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal Burleske und Tragödie

Von Martina Helmig

Was tun bei übergroßem Kummer? Man möchte erstarren, sich verstecken und vergraben. Den Schmerz überwindet man aber erst, wenn man bereit ist, sich zu öffnen und auf etwas Neues zuzugehen. Diese grundsätzliche Erkenntnis vermittelt die Oper „Ariadne auf Naxos“ auf verschiedenen Ebenen. Da ist erst einmal die Titelheldin selbst. Sie hat Theseus mit ihrem Faden vor dem Minotaurus gerettet, für ihn ihre Familie und Heimat aufgegeben. (more…)

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26.09.2014

Der Star aus der Spandauer Straße

Giacomo Meyerbeer, das „weltfreie“ Genie, und seine komplizierte Beziehungskiste mit Berlin

Weil beim Auftritt eines Soldaten-Balletts echte Munition verwendet wurde und ein glimmender Gewehrpfropfen Kostümhaufen entflammte, war am 19. August 1843 mit den Kulissen der Königlichen Oper das ganze Gebäude abgebrannt. Für die Eröffnung des eilends wiederherzustellenden Musentempels legt Friedrich Wilhelm IV. seinem neuen Generalmusikdirektor, dessen Bühnen-Hits international Furore machen, den eigenhändigen Entwurf eines friderizianischen Singspiels vor. (more…)

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27.08.2014

Erinnerungen an Lorin Maazel

1964 hatte sich das Radio-Symphonie-Orchester Berlin (heute Deutsches Symphonie-Orchester Berlin) bereits für den 34-jährigen Lorin Maazel als Chefdirigenten entschieden, der die Nachfolge des im Vorjahr verstorbenen Ferenc Fricsay antreten sollte, da bot ihm der Senat von Berlin einen Doppelvertrag – wie ihn einst auch Fricsay hatte – als musikalischer Leiter sowohl beim Rundfunk als auch an der Deutschen Oper Berlin an. Als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin füllte er eine Lücke, die bereits über zehn Jahre klaffte, seit nämlich Fricsay 1952 diese Funktion aufgegeben hatte, suchte das Haus nach einem Nachfolger. Eine Zeit lang sah es so aus, als würde dieser dem neuen Haus in der Bismarckstraße wieder vorstehen, doch die schon fortgeschrittene Krankheit erlaubte es nicht. (more…)

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12.06.2014

Wenn diese Wände sprechen Oper könnten…

Ein interaktiver Sound-Walk setzt sich mit den Protesten in der Geschichte des Opernhauses auseinander

Von Jacqueline Krause-Blouin

2. Juni 1967. Aufgebrachte Studenten demonstrieren gegen den Staatsbesuch desSchahs von Persien, der sich in Begleitung des Regierenden Bürgermeisters und des Bundespräsidenten Mozarts „Zauberflöte“ zu Gemüte führen möchte. Es soll eine Schlüsselnacht der deutschen Nachkriegsgeschichte mit weitreichenden gesellschaftspolitischen Folgen werden. Schlachtrufe wie „Schah, Schah, Scharlatan!“ hallen durch Charlottenburg, die Demonstrationen geraten außer Kontrolle. (more…)

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02.06.2014

Eine italienische Sicht auf Schiller, ein französischer Blick auf Goethe: „Maria Stuarda“und „Werther“ feiern im Juni konzertant Premiere

Von Martina Helmig

Gleich zwei konzertante Premierensind im Juni-Spielplan zu entdecken. Auf den ersten Blick haben sie außer dem Tod der Titelhelden nicht viel gemeinsam. Donizettis „Maria Stuarda“ fährt das ganze Gewicht der großen Historienoper auf. Staatsintrigen und der Kampf um die Macht stehen im Mittelpunkt des Königinnendramas aus der englischen Tudorzeit. Massenets „Werther“ dagegen führt ins Private, Innerliche, macht den Liebes- und Weltschmerz, das radikale Leiden des hypersensiblen Künstlers zum Thema. (more…)

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