Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

10.03.2014

Ein Gott tritt als Mensch mit zeitlosen Fragen auf

Das Epos des Gilgamesch zählt zu den ältesten Dichtungen. Sie gibt Rätsel auf und ist zugleich aktuell

Die Geschichte des königlichen Helden Gilgamesch ist eines der ältesten Zeugnisse der Weltliteratur. Eine „Erzählung von der Suche des Menschen nach den Grenzen des Lebens“ nennt der Münchner Assyriologe Walter Sallaberger, was in unterschiedlichen Varianten und mehreren historischen Sprachen Mesopotamiens seit dem dritten Jahrtausend vor Christus in Tontafeln geritzt und immer wieder kopiert wurde. Wenige der im Zweistromland freigelegten „Textzeugen“´sind vollständig oder auch nur in gutem Zustand. Was entzifferbar ist, erscheint oft selbst der Fachwelt rätselhaft oder uneindeutig. (weiterlesen…)

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20.09.2013

„Überschätz dich nicht, dann werden andere dich schätzen“

Kai Luehrs-Kaiser im Gespräch mit Peter Maus

Kammersänger Peter Maus über das Geheimnis seiner 39 Jahre an der Deutschen Oper Berlin.

Seit 1979 war Peter Maus Mitglied im Ensemble der Deutschen Oper Berlin. Der Tenor gab Gastspiele im In- und Ausland, war 1982 bis 2002 Solist bei den Bayreuther Festspielen. 1995 wurde er zum Honorarprofessor an der UdK Berlin berufen und 2001 zum Berliner Kammersänger ernannt. Seit Juli ist Peter Maus offiziell im Ruhestand. (weiterlesen…)

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22.08.2013

George Baker (1931–1997): Alunos-Discus

Seit 1978 ziert eine „Wolkenplastik“ die Wand des Parkett-Foyers zur Bismarckstraße. In den ersten Jahren stach sie durch ihre Oberfläche aus matt poliertem Metall heraus. Später wurde sie auf Wunsch des Architekten der Deutschen Oper Berlin, Fritz Bornemann, dunkel abgespritzt und so der allgemeinen Optik des Foyers angepasst. „Wolkenplastik“ (weiterlesen…)

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18.01.2013

Benjamin Britten in Berlin 1947 bis 2013

Nur fünf eigene Produktionen von Opern von Benjamin Britten hat die Deutsche Oper Berlin in den vergangenen 65 Jahren herausgebracht. Dass eine deutsche Erstaufführung eines bis heute unterschätzten Werks, nämlich seiner letzten Oper TOD IN VENEDIG, und ein besonderes Experiment mit einer Oper in der Diskothek dabei waren, kann kaum über den Mangel hinwegtrösten. (weiterlesen…)

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07.12.2012

Janáček in Charlottenburg

Auf 13 Janáček-Premieren kann die Deutsche Oper Berlin zurückblicken. Das ist nicht übermäßig viel, aber auch nicht so wenig. Vor dem 2. Weltkrieg allerdings ist nur eine einzige Oper von Leoš Janáček erklungen, und diese auch nur zwei Mal. Allerdings war der Komponist selbst am 31. Mai 1926 zur Premiere KATJA KABANOWA angereist und lobte die Produktion anschließend in den höchsten Tönen, ja, die Aufführungen der Oper in seiner Heimat waren ihm von da an fad geworden.

1954 ging es mit JENUFA los, 1957 folgte zum zweiten Mal KATJA KABANOWA. Drei weitere Inszenierungen der JENUFA sollten bis 2012 folgen, eine dritte von KATJA KABANOVA und drei Raritäten: DIE AUSFLÜGE DES HERRN BROUČEK, AUS EINEM TOTENHAUS und DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN. AUS EINEM TOTENHAUS sogar zwei Mal. (weiterlesen…)

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27.11.2012

Carmen 1916 bis 2012

CARMEN gehört zu den meistgespielten Opern weltweit. Im Opernalphabet steht sie an dritter Stelle nach AIDA und (MADAME) BUTTERFLY. Auch Kreuzworträtselfreunde sind mit dem Titel vertraut. Kein Wunder also, dass die »Opéra comique« von Georges Bizet in der hundertjährigen Geschichte der Deutschen Oper Berlin bereits neunmal inszeniert worden ist. Im Schnitt also alle elf Jahre eine Neuinszenierung. Aber gab es denn in den letzten elf Jahren eine CARMEN-Premiere? Nein! In den letzten 22 Jahren? Nein! In den letzten 33? Ja! Ziemlich genau so lange ist es her, dass Peter Beauvais seine Neuinszenierung herausbrachte, die am Sonntag zum 111. Mal zur Aufführung kam. (weiterlesen…)

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29.10.2012

Deutsche Oper Berlin 1912–2012

Wenn die Deutsche Oper Berlin am 7. November 2012 des 100. Jahrestages ihrer Gründung gedenkt, blickt sie auf eine bewegte Geschichte zurück. Geplant und eröffnet wurde das Charlottenburger Opernhaus noch im Kaiserreich als eines der ersten Theater, die konsequent dem Geist Bayreuths folgten. Nicht nur war ein Schalldeckel vorgesehen, der bei Wagneraufführungen das Orchester unsichtbar und den Klang ebenmäßig machen sollte, auch der Zuschauerraum war vom Aufbau des antiken Theaters inspiriert. Das Opernhaus besaß zwar Ränge, aber keine Logen, wie sie für die höfische Gesellschaft unerlässlich waren, die schließlich eher ins Theater ging, um gesehen zu werden, als um zu sehen. (weiterlesen…)

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19.10.2012

Parsifal: 1. Januar 1914

Das Deutsche Opernhaus war 1912 in der boomenden Stadt Charlottenburg von wohlhabenden Bürgern gegründet worden. Die »Deutsche Opernhaus Betriebsaktiengesellschaft« erhoffte sich, wenn nicht Gewinne, so doch schwarze Zahlen ab dem 1. Januar 1914. Wieso dieses Datum? An diesem Tag wurden die Werke von Richard Wagner »frei«, weil die Schutzfrist, die damals 30 Jahre über den Tod hinaus galt (heute sind es 70), endete. Man konnte so viel Wagner spielen wie man wollte und brauchte keine Tantiemen an die Erben mehr zu bezahlen. Das Opernhaus war von vornherein als Wagner-Therater gebaut worden, jetzt (weiterlesen…)

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