Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

18.06.2015

Wie kommt der Kuckuck in den Koffer?

Die Deutsche Oper Berlin kommt in Ihren Kindergarten. Ein mobiles Musiktheater wurde entwickelt für zwei Sänger und ein paar Koffer. Alles, was sie brauchen, um Musik zu machen, bringen sie mit. Das sind Musikinstrumente wie das indische Gopichand, ein Saiteninstrument, und ein tibetanisches Horn; aber man findet in so einem Reisekoffer allerhand Gegenstände, die Töne von sich geben. (more…)

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15.06.2015

Junge Oper macht mobil

„Kuckuck im Koffer“: Ein Musiktheaterstück wird auf Anfrage in Kitas und Grundschulen gespielt

Eine Uraufführung in einer Kita? Das gibt es wirklich nicht alle Tage. Die Idee hinter der Produktion „Kuckuck im Koffer“ ist ungewöhnlich. Die Junge Deutsche Oper hat ein mobiles Musiktheaterstück für Drei- bis Sechsjährige entwickelt. Die Kinder müssen nicht das Opernhaus besuchen, um das Stück zu erleben. Zwei Sängerdarsteller kommen in die Kita oder in die Grundschule und bringen in ihren Koffern alles mit, was sie brauchen. Am 15. Juni geht das Spiel in der Steglitzer Johann-Friedrich Oberlin- Kita erstmals über die Bühne. (more…)

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21.01.2015

Das Abenteuer Begegnung

Es quietscht und hämmert, pocht und dröhnt aus dem Keller der Hector-Peterson- Schule: Enise [15] und Melda [14] feilen abwechselnd an einem langen Stück Holz für das Griffbrett ihres Banjos. Der fünfzehnjährige Fatih baut gerade den Korpus einer Gitarre. Seit drei Monaten fertigen die Schüler bereits gemeinsam im Projekt „Musikinstrumentenbau“ ihre eigenen Instrumente. „Jeder von uns konnte sich selber überlegen, was für ein Instrument er bauen will“, erklärt Melda. So entstehen im Werkstattraum neben Banjo und Gitarre u. a. eine Kalimba, eine Panflöte und ein Tasteninstrument, für das eine alte Keyboard-Tastatur zu neuem Leben erwacht. (more…)

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20.01.2015

Schlagzeuger gehen einfach richtig ab

Im Herbst haben Björn Matthiesen und Rüdiger „Rübe“ Ruppert, beide Schlagzeuger des Orchesters der Deutschen Oper Berlin, einen einwöchigen Percussion-Workshop in der Hector-Peterson-Schule gegeben. Die beiden Schüler Cem und Tafari hatten teilgenommen. Jetzt sitzen die vier nach ihrer ersten Trommel-Session in der Tischlerei zusammen. Ein Gespräch.

Björn Matthiesen (B): Cem, Tafari, was bedeutet euch Musik?

Cem (C) : Musik zu hören ist eine der besten Freizeitbeschäftigungen. Aber selbst Musik zu machen, ist etwas ganz anderes, es ist wirklich geil, man kann etwas Eigenes probieren. (more…)

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03.12.2014

Was wünschst du dir?

Dramaturgin Anne Oppermann [O] im Gespräch mit Regisseurin Annechien Koerselman [K] und Mezzosopranistin Christina Sidak [S] über die Kinderoper GOLD (Premiere: 5. Dezember 2014), Theaterzauber, unverdientes Glück und große Träume.

S: Annechien, du warst ja schon die Regisseurin der Uraufführung von GOLD. Wie ist das Stück entstanden?

K: Die Künstlerische Leiterin des Theaters Sonnevanck, Flora Verbrugge, fragte mich, ob wir gemeinsam ein Kinderstück über Eigentum basierend auf dem Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“ entwickeln wollen. (more…)

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08.09.2014

Mayako Kubo über „Das Meer“

„Musik nach Fukushima zu schreiben, ist nicht möglich. Die Opfer kann keine Musik trösten. Und was kann ich unternehmen? Wenn Unmengen kontaminierten Wassers immer noch Tag für Tag ins Meer fließen. Das Meer ist verseucht. Die Erde ist verseucht.

„Das Meer“, ein Auftragswerk des Landesmusikrates Berlin, habe ich für das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin geschrieben. Es ist meine Art, Wut auszudrücken, wobei die Musik nicht das wiedergeben kann, was geschah. Musik bleibt Musik. (more…)

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08.09.2014

Isabel Mundry über „Gefächerter Ort“

„Der Komposition gehen zwei Anregungen voraus, die scheinbar unverbunden nebeneinander stehen. Auf der einen Seite widmet sie sich der Lektüre des Textes “Melancholie” von Peter Nádas, in dem der Bedeutung des Begriffes nachgegangen wird, der weniger als ein Gemütszustand, sondern eher als eine Wahrnehmungsform beschrieben wird. Die melancholische Wahrnehmung sei sich bewusst, dass jeder Blickwinkel nur einen Ausschnitt darstelle, daß man nicht gleichzeitig nah und fern sein könne, nicht gleichzeitig ich und ein anderer. (more…)

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05.09.2014

Katia Tchemberdji über „Ouvertüre“

Die „Ouvertüre“ – das Stück vor dem Stück – entfaltet sich im orchestralen Raum, in dem die Instrumentengruppen Holzbläser, Streicher, Klavier/Akkordeon, Gitarre/Harfe/Schlagzeug als Klangschichten gedacht, sich zu- oder voneinander dynamisch bewegen und sich irrealen Charakteren auf der virtuellen Bühne annähern. Am Ende geht der imaginäre Vorhang auf – die Eröffnung einer Oper. Wobei die letzte aber nicht gespielt wird.
(Katia Tchemberdji) (more…)

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05.09.2014

Sarah Nemtsov über „communication – lost – found“

Frau Nemtsov, Neue Musik und ein Laienensemble, wie geht das zusammen?
Ich würde die Musikerinnen und Musiker des Landesjugendensembles Neue Musik nicht unbedingt als Laien bezeichnen, sie haben nur nicht eine komplette Ausbildung abgeschlossen und sie haben noch wenig Erfahrung. Aber ich habe schon mehrfach für Laien komponiert. Die Musik muss man Musik anders denken, weil bestimmte Voraussetzungen, die man bei Profi-Ensembles hat, nicht gegeben sind. Dafür erhält man eine besondere Energie, auch ein gewisse Unschärfe, aus der aber eine bestimmte Kraft erwächst. (more…)

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