Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

05.02.2016

On the road again

„Wohin gehst Du?“ fragt das Winterferien-Musiklabor, das abenteuerlustigen Schülern die freie Woche zwischen den Halbjahren versüßt.

„Fast alles, was in dieser Stadt passiert, ist eine Form von Bewegung: Jemand läuft über die Straße, ein Feuerwehrauto biegt um die Ecke, Menschen steigen in eine Straßenbahn“, erklärt Franziska Seeberg. Als Berlin-Expertin und -Liebhaberin projiziert die Regisseurin ihre Passion für die Hauptstadt in eins der fünf anstehenden Winterferien-Musiklabore. Entsprechend enthusiastisch schwärmt sie: „Das funktioniert auch im übertragenen Sinne: Häuser werden errichtet und irgendwann wieder abgerissen. Es gibt so viele Bewegungsprinzipien, die etwas über die grundsätzlichen Zusammenhänge in der Stadt erzählen.“ (more…)

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20.01.2016

„Das ist unsere Lebenszeit!“

Acht Insassen der Jugendstrafanstalt Berlin reflektieren Themen aus Richard Strauss’ Oper „Salome“ und verknüpfen sie mit ihrer eigenen Lebensrealität

„Hier ist es enorm langweilig“ sagt Yasin*, einer von derzeit 300 in der Jugendstrafanstalt Berlin (JSA) inhaftierten Heranwachsenden. Wegen schweren Raubs hat der 20-Jährige die letzten fünf Jahre hinter hohen Mauern nahe der Beusselstraße verlebt. Zweieinhalb weitere stehen noch aus. „Aufschließen, zuschließen – so geht das jeden Tag“, bekräftigt er schulterzuckend, um dann mit einem Grinsen zu ergänzen: „Täglich grüßt das Murmeltier“. (more…)

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22.09.2015

Die Götter müssen verrückt sein – Die Irrfahrten des Odysseus

Und dieser Typ soll ein Held sein? Unentwegt prahlt Odysseus damit, „was für ein toller Hecht er ist“, schüttelt Peter Meining den Kopf. „Und zwar nur, um noch mehr Geschenke zu bekommen“, erklärt Harriet Maria Meining. Ein kapitalistischer Angeber also. Und ein Jammerlappen sei der antike Irrfahrer obendrein, finden die beiden. (more…)

16.09.2015

Reisen und Ankommen

 

Tamara Schmidt, die neue Leiterin der Jungen Deutschen Oper, arbeitet mit alten und frisch zugezogenen Berlinern

„Das sind große Fußstapfen, in die ich hier trete“, sagt Tamara Schmidt. „Erstaunlich, was an der Deutschen Oper in den letzten Jahren alles für Kinder und Jugendliche entstanden ist.“ Die Kulturwissenschaftlerin übernimmt die Leitung der Jungen Deutschen Oper von Katharina Loock. In den letzten sechs Jahren hat sie als Musiktheaterpädagogin an der Staatsoper Stuttgart und als Leiterin der Jungen Oper an der Staatsoper Hannover gearbeitet. (more…)

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18.06.2015

Wie kommt der Kuckuck in den Koffer?

Die Deutsche Oper Berlin kommt in Ihren Kindergarten. Ein mobiles Musiktheater wurde entwickelt für zwei Sänger und ein paar Koffer. Alles, was sie brauchen, um Musik zu machen, bringen sie mit. Das sind Musikinstrumente wie das indische Gopichand, ein Saiteninstrument, und ein tibetanisches Horn; aber man findet in so einem Reisekoffer allerhand Gegenstände, die Töne von sich geben. (more…)

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15.06.2015

Junge Oper macht mobil

„Kuckuck im Koffer“: Ein Musiktheaterstück wird auf Anfrage in Kitas und Grundschulen gespielt

Eine Uraufführung in einer Kita? Das gibt es wirklich nicht alle Tage. Die Idee hinter der Produktion „Kuckuck im Koffer“ ist ungewöhnlich. Die Junge Deutsche Oper hat ein mobiles Musiktheaterstück für Drei- bis Sechsjährige entwickelt. Die Kinder müssen nicht das Opernhaus besuchen, um das Stück zu erleben. Zwei Sängerdarsteller kommen in die Kita oder in die Grundschule und bringen in ihren Koffern alles mit, was sie brauchen. Am 15. Juni geht das Spiel in der Steglitzer Johann-Friedrich Oberlin- Kita erstmals über die Bühne. (more…)

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21.01.2015

Das Abenteuer Begegnung

Es quietscht und hämmert, pocht und dröhnt aus dem Keller der Hector-Peterson- Schule: Enise [15] und Melda [14] feilen abwechselnd an einem langen Stück Holz für das Griffbrett ihres Banjos. Der fünfzehnjährige Fatih baut gerade den Korpus einer Gitarre. Seit drei Monaten fertigen die Schüler bereits gemeinsam im Projekt „Musikinstrumentenbau“ ihre eigenen Instrumente. „Jeder von uns konnte sich selber überlegen, was für ein Instrument er bauen will“, erklärt Melda. So entstehen im Werkstattraum neben Banjo und Gitarre u. a. eine Kalimba, eine Panflöte und ein Tasteninstrument, für das eine alte Keyboard-Tastatur zu neuem Leben erwacht. (more…)

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20.01.2015

Schlagzeuger gehen einfach richtig ab

Im Herbst haben Björn Matthiesen und Rüdiger „Rübe“ Ruppert, beide Schlagzeuger des Orchesters der Deutschen Oper Berlin, einen einwöchigen Percussion-Workshop in der Hector-Peterson-Schule gegeben. Die beiden Schüler Cem und Tafari hatten teilgenommen. Jetzt sitzen die vier nach ihrer ersten Trommel-Session in der Tischlerei zusammen. Ein Gespräch.

Björn Matthiesen (B): Cem, Tafari, was bedeutet euch Musik?

Cem (C) : Musik zu hören ist eine der besten Freizeitbeschäftigungen. Aber selbst Musik zu machen, ist etwas ganz anderes, es ist wirklich geil, man kann etwas Eigenes probieren. (more…)

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03.12.2014

Was wünschst du dir?

Dramaturgin Anne Oppermann [O] im Gespräch mit Regisseurin Annechien Koerselman [K] und Mezzosopranistin Christina Sidak [S] über die Kinderoper GOLD (Premiere: 5. Dezember 2014), Theaterzauber, unverdientes Glück und große Träume.

S: Annechien, du warst ja schon die Regisseurin der Uraufführung von GOLD. Wie ist das Stück entstanden?

K: Die Künstlerische Leiterin des Theaters Sonnevanck, Flora Verbrugge, fragte mich, ob wir gemeinsam ein Kinderstück über Eigentum basierend auf dem Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“ entwickeln wollen. (more…)

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08.09.2014

Mayako Kubo über „Das Meer“

„Musik nach Fukushima zu schreiben, ist nicht möglich. Die Opfer kann keine Musik trösten. Und was kann ich unternehmen? Wenn Unmengen kontaminierten Wassers immer noch Tag für Tag ins Meer fließen. Das Meer ist verseucht. Die Erde ist verseucht.

„Das Meer“, ein Auftragswerk des Landesmusikrates Berlin, habe ich für das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin geschrieben. Es ist meine Art, Wut auszudrücken, wobei die Musik nicht das wiedergeben kann, was geschah. Musik bleibt Musik. (more…)

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