Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

30.04.2013

Girls‘ Day an der Deutschen Oper Berlin

Am 30. April konnten 16 Mädchen aus verschiedensten Berliner Bezirken und Schulen die unterschiedlichen Arbeitsbereiche eines Opernhauses kennenlernen. Ein Schwerpunkt lag dabei auf den frauenuntypischen, technischen Tätigkeitsfeldern. Nach einer Führung durchs Opernhaus mit Probenbesuch sowie einer Präsentation der verschiedenen Berufsgruppen an der Oper konnte jede Teilnehmerin in einer Kleingruppe in zwei verschiedene Berufe hineinschnuppern und mit den Mitarbeitern ins Gespräch kommen. Wir danken den Kollegen der Haustechnik, den Orchesterwarten, dem Pressebüro, der Rüstmeisterei, der Bibliothek, der Buchbinderei, der Tontechnik, den Inspizienten und dem künstlerischen Betriebsbüro für die freundliche Mitarbeit bei dieser Aktion!

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05.04.2013

Sicht III – „Wie man findet, was man nicht sucht“ / Neue Szenen in der Tischlerei

Sehr, sehr oft kommen Mitglieder des Deutschen Bundestages in die Redaktion der Nowaja Gaseta zu uns, auf eigenen Wunsch, mit Reportern, Fotografen und allem. Sie melden sich an, sie möchten mit uns ein Gespräch haben. Wir nehmen uns die Zeit, setzen uns hin, führen stundenlange Gespräche mit ihnen, erklären ihnen Russland von A bis Z, von vorne bis hinten, und was ist das Resultat? Es passiert nichts, rein gar nichts. Sobald es um konkrete Fragen geht, um einen aktiven Beitrag, flüchten sie sich in hohle Phrasen, schließlich haben unsere Schilderungen den Bedarf an politischer Exotik bereits gedeckt. (Anna Politkowskaja, 2004)

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05.04.2013

Sicht II – „It will be rain tonight“ / Neue Szenen in der Tischlerei

„Ich versuche in meinen Texten immer, konkrete Bezüge zu einem tatsächlichen Ereignis zu vermeiden. […] Es ging mir nicht um die Abbildung einer historischen Situation, so sehr sie für mich auch eine zentrale Rolle gespielt hat. […] Das war beim Schreiben zwar wesentlich, aber nicht Inhalt des Stücks, und deshalb habe ich es [die historische Situation] gar nicht erst als Kontext angegeben, da man sonst das Leid anderer als Rechtfertigung der eigenen Arbeit benutzt, was ich unlauter finde und zynisch. Außerdem verliert der Text an Bedeutung und Dimensionen, wenn man ihn zu konkret macht und auf eine Ebene begrenzt.“ (Sarah Kane am 8. Februar 1998 über ihre Stücke „Zerbombt“ und „Gesäubert“)

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05.04.2013

Sicht I – „Die Unterhändlerin“ / Neue Szenen in der Tischlerei

„Eine womöglich noch tiefere Wahrheit aber ist es, dass das Subjekt, das ich bin, an das Subjekt, das ich nicht bin, gebunden ist, dass wir jeweils die Macht haben, zu zerstören, und der Möglichkeit ausgesetzt sind, zerstört zu werden. Wir sind wechselseitig in diesem prekären Verhältnis bestimmt. Unser aller Leben ist in diesem Sinn prekär.“ (Judith Butler, „Krieg und Affekt“)

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