Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

14.02.2014

„Am liebsten würde ich das ganze Haus bespielen“

Christian Spuck will bei „Fausts Verdammnis“ aus vielen Einzelteilen ein großes Bildertheater entstehen lassen

Christian Spuck zählt zu den erfolgreichen Choreografen unserer Zeit. Über Jahre prägte er das Stuttgarter Ballett, seit 2012 ist er Direktor des Balletts an der Oper Zürich. Schon seit 2005 ist er hin und wieder auch als Opernregisseur aktiv. „Fausts Verdammnis“ von Hector Berlioz inszeniert Spuck als großes Bilder-Spektakel. Martina Helmig sprach mit ihm. (weiterlesen…)

13.02.2014

Das Böse steckt in jedem von uns

Tischlerei: Strawinskijs „Geschichte vom Soldaten“ mit lebendigem Bühnenbild

Im Monat Februar ist an der Bismarckstraße buchstäblich der Teufel los. Neben der Premiere der Berlioz-Oper „Fausts Verdammnis“ im großen Haus spielt das Faust-Motiv auch in der Tischlerei eine dominierende Rolle. Der Teufel hole das Menschengeschlecht! ist das 4. Tischlerlei- Konzert mit Igor Strawinskijs „Die Geschichte vom Soldaten“ überschrieben. Wie viele andere Schriftsteller und Tonkünstler war auch der russische Komponist zeitlebens vom Faust-Stoff fasziniert. „L‘Histoire du Soldat“, 1918 uraufgeführt, handelt von einem Soldaten, der mit seiner Geige, seinem einzigen Besitz, auf Reisen geht. (weiterlesen…)

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10.02.2014

„Hectors Verdammnis“

Um mal endlich für Klarheit zu sorgen: „Berliooz“ heißt der Mann. Hinten mit langem O ausgesprochen. Hectors Verdammnis, so könnte man sagen, begann mit seinem Namen.

Sein größtes Verdienst, die Erfindung der Orchester-Klangfarbe, erwarb er selbstständig und parallel zu Richard Wagner. Hat ihm nichts genützt. Der Ruhm, erstmals in der Musikgeschichte derart feine, irisierende Streicherfarben, Spaltklänge und Mischungsverhältnisse komponiert zu haben, wird immer wieder dem Leipziger Gesamtkunstwerker zugeschrieben; der rund zehn Jahre jünger war – und ihn um 14 Jahre überlebte. (weiterlesen…)

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07.02.2014

„Die tiefen Stimmen sind die Stimmen der Seele“

Hanna Schwarz als Großmutter Buryja in JENUFA: Ein weiterer Höhepunkt in der ohnehin imposanten Laufbahn der Sängerin

“Das Stück ist so beklemmend. Kein Wunder, dass bei den Proben mit Christof Loy viel geweint wurde. Ich glaube, die Jenufa oder die Küsterin könnte ich auf der Bühne nicht durchhalten. Als alte Buryja habe ich mit dem schrecklichen Mord an dem unehelichen Kind nicht direkt zu tun“, überlegt Hanna Schwarz (70). Mit der erfahrenen Mezzosopranistin bekommt die oft vernachlässigte Rolle der Großmutter ein ganz ungewohntes Format und Gewicht. Sie bringt menschliche Wärme in die „Jenufa“-Inszenierung, aber auch den Wunsch, die furchtbaren Gräuel einfach zu überspielen. (weiterlesen…)

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