Der Blog

Im Blog der Deutschen Oper Berlin möchten wir mit Ihnen zusammen unsere Geschichte aufleben lassen, über unsere aktuellen Premieren, Vorstellungen und Künstler ins Gespräch kommen und über unsere Jugendarbeit informieren. Eine feste Rubrik wird die historische Kolumne von Curt A. Roesler sein, in der ein ganz besonderes historisches Ereignis beleuchtet wird und Sie einladen möchte, uns Ihre Geschichten zur Geschichte der Deutschen Oper Berlin zu erzählen. Jeweils ein „Foto der Woche“ möchte Ihnen die Deutsche Oper Berlin aus einer etwas anderen Perspektive nahebringen. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

05.12.2012

Jenseits der Bühne

70 Jugendliche, ein Regie-Team und eine Aufgabe: DER RING: NEXT GENERATION.

Wir proben seit Oktober, singen, tanzen, musizieren, aber auch jenseits der Probenbühne sind wir fleißig am Recherchieren, Organisieren und Kopieren.

Mein bester Freund ist mittlerweile der Kopierer geworden: Ob A4 auf A3 oder Papier nachfüllen, mittlerweile kenne ich alle Kniffe, die man braucht, um mit diesem Monstrum fertig zu werden. Nicht selten kam es anfangs vor, dass dieses Gerät urplötzlich in aggressives Piepen ausbrach und ich auf dem Dramaturgie-Flur nervös nach Hilfe suchen musste. Aber es hatte auch etwas Gutes: So kam ich ins Gespräch mit den hiesigen Dramaturgen und Mitarbeitern.

Die besondere Herausforderung stellte sich erst vor kurzem: Es war Freitagabend, Karin, unsere Regie-Assistentin, bat mich, einige Seiten aus dem Ring-Comic zu kopieren. Guter Dinge nahm ich die Sache in Angriff – doch natürlich wollte der Kopierer mal wieder nicht so, wie ich wollte. Nach nur 10 Seiten brach der Kopierer in nerviges Gepiepe aus. Diesmal: Papier leer! Also fuhr ich mit dem Fahrstuhl runter ins Erdgeschoss und suchte die Poststelle auf, um für Nachschub zu sorgen. Leider war da nur keiner mehr. Aber Robert, unser Regisseur brauchte die Kopien dringend. Was tun? Not macht ja bekanntlich erfinderisch, so dass ich auf eine Idee kam! Etwas orientierungslos irrte ich durch die Gänge der Oper. Und schließlich fand ich, was ich suchte: einen Kopierer. Mit schlechtem Gewissen öffnete ich das Papierfach, nahm einen Stapel Papier raus, lief zurück zum Fahrstuhl, fuhr wieder hoch in die 5. Etage und vollendete mein Werk. Da soll mal einer sagen, Kopieren fördere nicht die Kreativität.

Ein Kommentar zu “Jenseits der Bühne”

  1. xy sagt:

    Puh, an der Stelle, als das Papier leer war, hab ich echt schwitzige Hände gekriegt… Aber Gott sei Dank ist ja nochmal alles gut ausgegangen!

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