Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

09.04.2014

Zu Besuch bei Elena Tsallagova

Elena Tsallagova stammt aus Wladikawkas. Sie wollte Tänzerin werden, doch Verdis „Macht des Schicksals“ entfachte die Liebe zur Oper. In Berlin geht die Sopranistin nun die großen Partien an.

„Du musst einfach!“ hat sie ihrem Vater gesagt. „Einmal musst du kommen und mich singen hören.“ Noch nie war der Vater von Elena Tsallagova (33) im Ausland, aber im April werden die Eltern von Nord-Ossetien nach Berlin reisen. Schließlich singt die Sopranistin gerade eine neue Rolle nach der anderen. Micaëla in „Carmen“ neben Roberto Alagna, Gilda in „Rigoletto“, Pamina in der „Zauberflöte“, Blumenmädchen im „Parsifal“ – in diesen Wochen können die Eltern und alle anderen Elena Tsallagova groß in Aktion erleben. (weiterlesen…)

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14.02.2014

„Am liebsten würde ich das ganze Haus bespielen“

Christian Spuck will bei „Fausts Verdammnis“ aus vielen Einzelteilen ein großes Bildertheater entstehen lassen

Christian Spuck zählt zu den erfolgreichen Choreografen unserer Zeit. Über Jahre prägte er das Stuttgarter Ballett, seit 2012 ist er Direktor des Balletts an der Oper Zürich. Schon seit 2005 ist er hin und wieder auch als Opernregisseur aktiv. „Fausts Verdammnis“ von Hector Berlioz inszeniert Spuck als großes Bilder-Spektakel. Martina Helmig sprach mit ihm. (weiterlesen…)

10.02.2014

„Hectors Verdammnis“

Um mal endlich für Klarheit zu sorgen: „Berliooz“ heißt der Mann. Hinten mit langem O ausgesprochen. Hectors Verdammnis, so könnte man sagen, begann mit seinem Namen.

Sein größtes Verdienst, die Erfindung der Orchester-Klangfarbe, erwarb er selbstständig und parallel zu Richard Wagner. Hat ihm nichts genützt. Der Ruhm, erstmals in der Musikgeschichte derart feine, irisierende Streicherfarben, Spaltklänge und Mischungsverhältnisse komponiert zu haben, wird immer wieder dem Leipziger Gesamtkunstwerker zugeschrieben; der rund zehn Jahre jünger war – und ihn um 14 Jahre überlebte. (weiterlesen…)

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07.02.2014

„Die tiefen Stimmen sind die Stimmen der Seele“

Hanna Schwarz als Großmutter Buryja in JENUFA: Ein weiterer Höhepunkt in der ohnehin imposanten Laufbahn der Sängerin

“Das Stück ist so beklemmend. Kein Wunder, dass bei den Proben mit Christof Loy viel geweint wurde. Ich glaube, die Jenufa oder die Küsterin könnte ich auf der Bühne nicht durchhalten. Als alte Buryja habe ich mit dem schrecklichen Mord an dem unehelichen Kind nicht direkt zu tun“, überlegt Hanna Schwarz (70). Mit der erfahrenen Mezzosopranistin bekommt die oft vernachlässigte Rolle der Großmutter ein ganz ungewohntes Format und Gewicht. Sie bringt menschliche Wärme in die „Jenufa“-Inszenierung, aber auch den Wunsch, die furchtbaren Gräuel einfach zu überspielen. (weiterlesen…)

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31.01.2014

“Ich bin nicht gut in Chinesisch”

Hui He, die Titelheldin in „La Gioconda“, über ihr Leben als einzige weltberühmte Opernsängerin aus China.

„Che Chui“ – mit Krächzlaut und in dieser Reihenfolge –, so lautet der Name der chinesischen Sängerin Hui He, wenn sie ihn selber ausspricht. Hebt sie in Italien den Telefonhörer ab und meldet sich mit den Worten: „Sono Hui“ („Hier ist Hui“), dann versteht man dort: „Sono qui“ („Ich bin hier“). Und antwortet: „Dovè“ („Wo?“). Sagt sie dagegen in Frankreich ihren Vornamen „Hui“ in die Sprechmuschel, so denkt man, sie habe „Oui“ („Ja“) gesagt. Und antwortet: „Quoi?!“ („Was?!“) Oder schlimmer: „Non“. („Nein.“) (weiterlesen…)

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22.01.2014

Die Kulissen sind empfindlich wie Pergament-Papier

Für die Wiederaufnahme von „La Gioconda“ in Filippo Sanjusts Inszenierung werden historische Prospekte behutsam restauriert.  Ein riesiger Bühnenprospekt aus dem 19. Jahrhundert liegt auf dem Boden der Tischlerei. Zwei Dekorateure knien darauf, suchen den richtigen Sepia-Farbton und bessern schadhafte Stellen aus. „Eigentlich gehört so etwas nicht auf die Opernbühne, sondern ins Museum“, überlegt der technische Produktionsleiter Manfred Rohwedder. Bevor „La Gioconda“ auf den Spielplan kommt, muss diese ganz besondere historische Dekoration jedes Mal überarbeitet werden. Jetzt ist es wieder soweit: Ab 19. Januar singen Hui He, Marianne Cornetti, Marcelo Alvarez und Lado Ataneli die Wiederaufnahme von Amilcare Ponchiellis Oper unter Jesús López Cobos’ Leitung. (weiterlesen…)

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02.12.2013

Zwischen Spott und Todesangst, Liebe und Krieg

Clémentine Margaine und Markus Brück interpretieren Lieder aus Gustav Mahlers „Des Knaben Wunderhorn“

Wir kennen Clémentine Margaine in ihrer Paraderolle als sinnliche Carmen, der die Männerwelt zu Füßen liegt. Bariton Markus Brück ist auf der Opernbühne bald als Verführer Don Giovanni und tragischer Spaßvogel Rigoletto zu erleben. Doch die beiden sind nicht nur in der Opernwelt zu Hause, Sie machten sich auch mit Konzerten einen Namen. (weiterlesen…)

29.11.2013

„Bei der Arbeit atme ich mit den Sängern“

Regisseur Christof Loy im Gespräch mit Kai Luehrs-Kaiser über sein Opern-Credo, die Angst vor Berlin – und die offene Rechnung mit Falstaff

Christof Loy, geboren 1962 in Essen, gilt als einer der erfolgreichsten Opernregisseure in Deutschland. Mit Inszenierungen bei den Salzburger Festspielen, am Londoner Covent Garden und im Brüsseler „La Monnaie“ erlangte er vielfach internationale Aufmerksamkeit. Nach „Jenůfa“ (2012) ist Verdis letzte Oper „Falstaff“ erst seine zweite Arbeit in Berlin. (weiterlesen…)

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14.11.2013

Die Gewitztheit des alten Mannes – Donald Runnicles über „Falstaff“

Im November steht die Deutsche Oper Berlin ganz im Zeichen von Giuseppe Verdi. Höhepunkt der Verdi-Wochen ist die Premiere von Verdis letzter Oper „Falstaff“. Regie führt Christof Loy, am Pult steht Generalmusikdirektor Donald Runnicles, der im Interview mit Dramaturgin Dorothea Hartmann über seine große Liebe zu Verdi und besonders zur „Falstaff“-Partitur spricht. (weiterlesen…)