Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

24.04.2015

Mit Mozart Kindern aus der Not helfen

Zum 20. Mal findet die Benefizgala des Lions Clubs zugunsten Berliner Projekte statt

„Es ist der feste Wille aller Clubmitglieder, Berliner Kindern in Not zu helfen. Wir wollen aber nicht einfach das Scheckbuch zücken, sondern selbst aktiv werden“, erzählt Friedrich Lahmann, der Präsident des Lions Clubs Berlin-Wannsee. Es ist ein kleiner Club mit 24 Mitgliedern, der sich jedes Jahr wieder in die Organisationsarbeit für die jährliche Lions-Benefizgala stürzt. Jetzt feiern die Lions das 20-jährige Jubiläum des Events. (more…)

30.03.2015

Liebe kann Grenzen überwinden

Sasha Waltz bringt ihre Version von Berlioz’ ROMEO UND JULIETTE nach Berlin

Es war Liebe auf den ersten Blick: Als Generalmusikdirektor Donald Runnicles an der Pariser Bastille-Oper Berlioz’ ROMEO UND JULIETTE in der Inszenierung von Sasha Waltz sah, war er so angetan, dass er sich sofort dazu entschloss, die Arbeit auch in Berlin zu zeigen. Wenn ROMEO UND JULIETTE im April in der Deutschen Oper herauskommt, handelt es sich gleichwohl um eine Premiere. Denn Sasha Waltz wird die Choreografie mit den Tänzern ihres Berliner Ensembles einstudieren. (more…)

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16.02.2015

„Ich bin meinem Talent gefolgt“

Für Elbenita Kajtazi aus dem Kosovo erfüllte sich ein Lebenstraum

Wie gemalt sieht sie aus. Mit ihrem seidenen Schal, den langen dunklen Haaren und den geheimnisvollen Augen unter nicht endenwollenden Wimpern: Elbenita Kajtazi, Sopranistin und Stipendiatin der Deutschen Oper Berlin. Die 23-Jährige lacht viel und laut und strahlt eine Gelassenheit aus, die man kaum fassen kann, wenn man ihre bewegte Lebensgeschichte hört. Später wird sie sagen: „Ich lebe meinen Traum. Ich habe allen Grund glücklich zu sein.“ (more…)

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02.02.2015

Wer hasst, kann nicht trauern

„Elektra“ von Richard Strauss in der Inszenierung von Kirsten Harms und mit drei Sängerinnen von Weltrang

„Wo bleibt Elektra?“ Keine Ouvertüre, kein instrumentales Vorgeplänkel, nichts. Mit einer profanen Frage einer Magd beginnt diese Oper, die doch an Intensität kaum zu überbieten ist. Die 1909 uraufgeführte „Elektra“ von Richard Strauss nach dem gleichnamigen Drama von Hugo von Hofmannsthal nimmt gerade mal 1 Stunde 50 Minuten pausenlose Spieldauer in Anspruch, aber die hat es in sich. Die Atmosphäre in diesem Opernschocker, in dem von Beginn an der Rachegedanke dominiert, ist noch düsterer als in der vier Jahre älteren Oper „Salome“, obwohl die Gewalt, wie im antiken Drama üblich, sich hinter der Szene abspielt. (more…)

23.01.2015

Die Kraft der Verzweiflung

Evelin Herlizius im Gespräch mit Uwe Friedrich

Frau Herlitzius, Sie singen unter anderem die Elektra von Richard Strauss, Turandot von Giacomo Puccini, die Lady Macbeth von Giuseppe Verdi und die Lady Macbeth von Mzensk von Dmitrij Schostakowitsch. In diesen Rollen verkörpern Sie Frauenfiguren am Rande des Nervenzusammenbruchs, die kaum sympathisch wirken. Wie finden Sie einen Zugang zu diesen Rollen?

Das klingt mir ein bisschen zu hysterisch. (more…)

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19.01.2015

Alles nur aus Liebe – Zu Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“

Mit Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk” präsentiert die Deutsche Oper Berlin eines der Meisterwerke des 20. Jahrhunderts

Liest man lediglich die Handlung von Dmitrij Schostakowitschs bedeutendster Oper „Lady Macbeth von Mzensk“, erscheint deren Titelfigur Katerina Lwowna nicht gerade als Sympathieträgerin. Mehr noch: Die Geschichte einer gelangweilten Kaufmannsfrau, die zuerst ihren Schwiegervater und dann ihren Ehemann ermordet und dafür verdientermaßen in die Verbannung nach Sibirien geschickt wird, ist auf den ersten Blick kaum operntauglich. (more…)

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12.01.2015

Zu Besuch bei Seth Carico

Sonnige zwei Zimmer mit Klavier: Hier fühlen sich Bassbariton Seth Carico und seine Frau zuhause

Ein „Barihunk“ wie aus dem Bilderbuch. Der englische Begriff setzt sich aus den Wörtern „Bariton“ und „Hunk“ zusammen. Ein Bariton also, bei dem nicht nur die Stimme fasziniert, sondern auch das Äußere stimmt. Fast jeden Tag geht Seth Carico (32) ins Sportstudio, um seine Muskeln zu stählen. Er fühlt sich geschmeichelt, wenn man ihn zu den Barihunks zählt und wenn er im gleichnamigen Blog gefeatured wird. (more…)

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09.01.2015

Jeder Satz ein Juwel

Streitbare Musik: Donald Runnicles dirigiert die Brahms-Sinfonien Nr. 3 und 4

„Welch ein Werk, welche Poesie, die harmonischste Stimmung durch das Ganze, alle Sätze wie aus einem Gusse, ein Herzschlag, jeder Satz ein Juwel!“ schwärmte Clara Schumann in einem Brief an Johannes Brahms über dessen 3. Sinfonie. Im Sommer 1883, knapp 50-jährig, hatte der Komponist das Werk während seines Wiesbaden-Aufenthalts verfasst.  Wie Clara Schumann zeigt sich auch Brahms’ Freund, der große Geiger Joseph Joachim, tief beeindruckt von der Sinfonie in F-Dur. (more…)

07.01.2015

Große Kunst und guter Zweck

Die 21. Festliche Operngala für die Deutsche Aids-Stiftung

Von solch einem Karrieresprung träumt wohl jede Sängerin. Kurz vor der „La Traviata“-Premiere muss die Hauptdarstellerin erkrankt absagen. Eine junge Kollegin springt im letzten Moment ein – und landet einen gewaltigen Erfolg. Venera Gimadieva avancierte auf diese Weise zum neuen Star des Bolschoi-Theaters. Die russische Sopranistin wird seitdem als „wahre Violetta“ gefeiert und von den bedeutendsten Häusern eingeladen. Am 10. Januar gehört Venera Gimadieva zur illustren Riege von internationalen Sängerpersönlichkeiten, die das Bühnenprogramm der 21. Festlichen Operngala für die Deutsche AIDS-Stiftung in Berlin bestreiten. (more…)

03.11.2014

Macht führt in seelische Abgründe

Donizettis ROBERTO DEVEREUX konzertant in der Philharmonie

Von Martina Helmig

Die Oper müsste „Elisabetta“ heißen. Die Königin steht eindeutig im Mittelpunkt, nicht ihr Heerführer. Vor allem, wenn Edita Gruberová die Herrscherin verkörpert. In ihrer Paraderolle wird die Primadonna assoluta das Zentralgestirn der beiden konzertanten Aufführungen am 5. und 11. November in der Berliner Philharmonie sein. Gaetano Donizetti nannte seine 57. Oper vielleicht deshalb „Roberto Devereux“, weil er vorher schon eine Oper namens „Elisabetta al castello di Kenilworth“ geschrieben hatte. Wie viele Italiener seiner Epoche war der Komponist fasziniert von den Tudors. Königin Elisabeth I. kommt gleich in drei seiner Opern vor. (more…)

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