Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

07.12.2015

Nietzsches Blick auf den Hirtengott Pan

Unter Leitung von Donald Runnicles spielt das Orchester der Deutschen Oper Berlin Gustav Mahlers monumentale 3. Sinfonie

Maurice Béjart (1927-2007) war zeitlebens ein großer Mahler-Bewunderer. Mit seinem Ballett „Ce que l’amour me dit“ (1974) ehrte der Choreograf dessen Kompositionen, in dem er seiner Inszenierung Auszüge aus Mahlers Dritter unterlegte. Die Symbiose hat bis heute weder an Energie noch Aktualität eingebüßt. Nach zehnjähriger Abstinenz führte das Béjart Ballet das Repertoirestück endlich wieder in Berlin auf. Das war vergangenen Herbst, als die Compagnie für wenige Tage in die Hauptstadt kam. (more…)

02.09.2015

Das Wasser als Spiegel seelischer Zustände

Claude Debussys Oper „Pelléas und Mélisande“ kehrt auf den Spielplan zurück. Technisch ist die Produktion eine der aufwendigsten des Hauses

Eine Wasserlandschaft auf der Bühne, das sehen auch regelmäßige Opernbesucher nicht oft. 80 Kubikmeter Wasser umfließen die graue Burg des Königshauses Allemonde. Im Text von Maurice Maeterlinck spielt Wasser immer wieder eine Rolle. Der Regisseur und Bühnenbildner Marco Arturo Marelli hat sich davon inspirieren lassen. Die ungewöhnliche Bühnengestaltung fasziniert das Publikum von Debussys Oper „Pelléas und Mélisande“ seit der Premiere im Jahr 2004. (more…)

24.04.2015

Mit Mozart Kindern aus der Not helfen

Zum 20. Mal findet die Benefizgala des Lions Clubs zugunsten Berliner Projekte statt

„Es ist der feste Wille aller Clubmitglieder, Berliner Kindern in Not zu helfen. Wir wollen aber nicht einfach das Scheckbuch zücken, sondern selbst aktiv werden“, erzählt Friedrich Lahmann, der Präsident des Lions Clubs Berlin-Wannsee. Es ist ein kleiner Club mit 24 Mitgliedern, der sich jedes Jahr wieder in die Organisationsarbeit für die jährliche Lions-Benefizgala stürzt. Jetzt feiern die Lions das 20-jährige Jubiläum des Events. (more…)

30.03.2015

Liebe kann Grenzen überwinden

Sasha Waltz bringt ihre Version von Berlioz’ ROMEO UND JULIETTE nach Berlin

Es war Liebe auf den ersten Blick: Als Generalmusikdirektor Donald Runnicles an der Pariser Bastille-Oper Berlioz’ ROMEO UND JULIETTE in der Inszenierung von Sasha Waltz sah, war er so angetan, dass er sich sofort dazu entschloss, die Arbeit auch in Berlin zu zeigen. Wenn ROMEO UND JULIETTE im April in der Deutschen Oper herauskommt, handelt es sich gleichwohl um eine Premiere. Denn Sasha Waltz wird die Choreografie mit den Tänzern ihres Berliner Ensembles einstudieren. (more…)

Kommentare (0)

02.02.2015

Wer hasst, kann nicht trauern

„Elektra“ von Richard Strauss in der Inszenierung von Kirsten Harms und mit drei Sängerinnen von Weltrang

„Wo bleibt Elektra?“ Keine Ouvertüre, kein instrumentales Vorgeplänkel, nichts. Mit einer profanen Frage einer Magd beginnt diese Oper, die doch an Intensität kaum zu überbieten ist. Die 1909 uraufgeführte „Elektra“ von Richard Strauss nach dem gleichnamigen Drama von Hugo von Hofmannsthal nimmt gerade mal 1 Stunde 50 Minuten pausenlose Spieldauer in Anspruch, aber die hat es in sich. Die Atmosphäre in diesem Opernschocker, in dem von Beginn an der Rachegedanke dominiert, ist noch düsterer als in der vier Jahre älteren Oper „Salome“, obwohl die Gewalt, wie im antiken Drama üblich, sich hinter der Szene abspielt. (more…)

09.01.2015

Jeder Satz ein Juwel

Streitbare Musik: Donald Runnicles dirigiert die Brahms-Sinfonien Nr. 3 und 4

„Welch ein Werk, welche Poesie, die harmonischste Stimmung durch das Ganze, alle Sätze wie aus einem Gusse, ein Herzschlag, jeder Satz ein Juwel!“ schwärmte Clara Schumann in einem Brief an Johannes Brahms über dessen 3. Sinfonie. Im Sommer 1883, knapp 50-jährig, hatte der Komponist das Werk während seines Wiesbaden-Aufenthalts verfasst.  Wie Clara Schumann zeigt sich auch Brahms’ Freund, der große Geiger Joseph Joachim, tief beeindruckt von der Sinfonie in F-Dur. (more…)

07.01.2015

Große Kunst und guter Zweck

Die 21. Festliche Operngala für die Deutsche Aids-Stiftung

Von solch einem Karrieresprung träumt wohl jede Sängerin. Kurz vor der „La Traviata“-Premiere muss die Hauptdarstellerin erkrankt absagen. Eine junge Kollegin springt im letzten Moment ein – und landet einen gewaltigen Erfolg. Venera Gimadieva avancierte auf diese Weise zum neuen Star des Bolschoi-Theaters. Die russische Sopranistin wird seitdem als „wahre Violetta“ gefeiert und von den bedeutendsten Häusern eingeladen. Am 10. Januar gehört Venera Gimadieva zur illustren Riege von internationalen Sängerpersönlichkeiten, die das Bühnenprogramm der 21. Festlichen Operngala für die Deutsche AIDS-Stiftung in Berlin bestreiten. (more…)

20.08.2014

Humor, Hokuspokus und seriöser Anspruch

Humor, Hokuspokus und seriöser Anspruch

Gerlinde Pelkowski über ihre Open-Air-Inszenierung von Mozarts „Zauberflöte“, die schon international Erfolge feierte

Von Martina Helmig

Mozarts „Zauberflöte“ lässt sich auf vielerlei Art deuten – als naives Märchen oder hehres Welterklärungsmodell, als gesellschaftliche Parabel oder mystische Geschichte mit exotischem Flair. Die Regisseurin Gerlinde Pelkowski will sich gar nicht entscheiden. (more…)

13.05.2014

Wenn eine Liebe bereits im Keim erstickt werden muss

Benjamin Brittens BILLY BUDD feiert im Mai Berliner Erstaufführung. Für Regisseur David Alden zählt diese Oper zu den wichtigsten des 20. Jahrhunderts.

Erfolg macht mutig. Zu Brittens 100. Geburtstag eine Neuproduktion von „Peter Grimes“ zu zeigen, war durchaus gewagt. David Aldens suggestive Inszenierung und Donald Runnicles’ Einsatz am Pult haben das Publikum auf Anhieb gewonnen. Nun bringt dasselbe Team anderthalb Jahre später Benjamin Brittens „Billy Budd“ auf die Bühne. Eine Oper, die in Deutschland noch viel unbekannter ist. Die Premiere am 22. Mai wird tatsächlich die Berliner Erstaufführung. (more…)

14.02.2014

„Am liebsten würde ich das ganze Haus bespielen“

Christian Spuck will bei „Fausts Verdammnis“ aus vielen Einzelteilen ein großes Bildertheater entstehen lassen

Christian Spuck zählt zu den erfolgreichen Choreografen unserer Zeit. Über Jahre prägte er das Stuttgarter Ballett, seit 2012 ist er Direktor des Balletts an der Oper Zürich. Schon seit 2005 ist er hin und wieder auch als Opernregisseur aktiv. „Fausts Verdammnis“ von Hector Berlioz inszeniert Spuck als großes Bilder-Spektakel. Martina Helmig sprach mit ihm. (more…)