Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

18.01.2016

Mit solidem Schuhwerk und fester Gangart

Mindestens einen Sänger im Ensemble der Deutschen Oper Berlin gibt es, über den man sich zuraunt, er könne Weltkarriere machen, wenn er nur wollte: Markus Brück. Stattdessen wählte der den Beruf des Publikumslieblings. Damit führt Brück die Tradition früherer Ensemblemitglieder fort, die man kannte, eben weil sie regelmäßig in Berlin auftraten: Martti Talvela, Lisa Otto oder Elisabeth Grümmer. (more…)

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03.11.2015

„Auf den Stoß kommt es an“

Burkhard Ulrich ist der renommierteste und buchstäblich größte Wagner-Mime der Gegenwart. Mit einer Schwäche für Billard

Zum Billard setzt er sich eine andere Brille auf. Nicht jene ‚Mime- Brille’, die er privat trägt und die zu einem zweiten Markenzeichen des „größten Mime der Welt“ geworden ist. Denn: Burkhard Ulrich, aktueller Mime- Darsteller im „Siegfried“ sowohl an der Deutschen Oper Berlin als auch bei den Bayreuther Festspielen, ist mit 1,87 Meter Größe nicht nur der womöglich kurzsichtigste, sondern vor allem der längste Mime von allen. (more…)

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07.10.2015

„Ich will die große Bandbreite“

Der amerikanische Bariton John Chest ist an der Deutschen Oper Berlin daheim – und in der Welt zu Hause.

„Das hier ist der beste Kaffee im Viertel“, sagt John Chest (30) und hält wie zum Beweis die Tasse hoch. Die Kellnerin im Moabiter Café Fiaker schmunzelt. Überall auf der Welt sucht der Bariton nach dem „besten Kaffee“, und er kommt wirklich viel herum. „La Bohème“ in Washington, „Die tote Stadt“ in Nancy, „A Midsummer Night’s Dream“ in Aix-en-Provence – John Chest ist zwar festes Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin, aber das Opernhaus lässt ihm genügend Freiraum für Gastspiele. (more…)

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07.09.2015

„Einfach, kindlich und unschuldig“

Für Mélisande geht Jana Kurucová buchstäblich ins Wasser. Nur der Schluss fällt ihr diesmal nicht leicht.

„Diese Inszenierung mit dem Wasser und den wechselnden Lichtstimmungen zieht einen sofort in ihren Bann“, schwärmt Jana Kurucová. Sie sang die Mélisande schon vor vier Jahren. Ohne zu zögern sagte sie zu, die fordernde Partie auch bei der Wiederaufnahme am 9. September zu übernehmen – obwohl sie gerade ihr erstes Kind bekommen hat. (more…)

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07.01.2015

Große Kunst und guter Zweck

Die 21. Festliche Operngala für die Deutsche Aids-Stiftung

Von solch einem Karrieresprung träumt wohl jede Sängerin. Kurz vor der „La Traviata“-Premiere muss die Hauptdarstellerin erkrankt absagen. Eine junge Kollegin springt im letzten Moment ein – und landet einen gewaltigen Erfolg. Venera Gimadieva avancierte auf diese Weise zum neuen Star des Bolschoi-Theaters. Die russische Sopranistin wird seitdem als „wahre Violetta“ gefeiert und von den bedeutendsten Häusern eingeladen. Am 10. Januar gehört Venera Gimadieva zur illustren Riege von internationalen Sängerpersönlichkeiten, die das Bühnenprogramm der 21. Festlichen Operngala für die Deutsche AIDS-Stiftung in Berlin bestreiten. (more…)

24.10.2014

“Alles außer Oper”

Bei IN TRANSIT zeigen sich die Sänger des Ensembles von einer ungewohnten Seite

Von Patrick Wildermann

Immer in Bewegung. Nie wirklich angekommen. Das ist das Grundgefühl der Gegenwart. Wir sind Durchreisende mit festem Ziel vor Augen, aber stets zwischen den Stationen: im U-Bahnhof, am Flughafen, an der Bushaltestelle. „Orte, an denen man sich begegnet oder weiter geht“, so Eva-Maria Abelein. „Wo wir viel Zeit unseres Lebens verbringen“. (more…)

20.08.2014

Humor, Hokuspokus und seriöser Anspruch

Humor, Hokuspokus und seriöser Anspruch

Gerlinde Pelkowski über ihre Open-Air-Inszenierung von Mozarts „Zauberflöte“, die schon international Erfolge feierte

Von Martina Helmig

Mozarts „Zauberflöte“ lässt sich auf vielerlei Art deuten – als naives Märchen oder hehres Welterklärungsmodell, als gesellschaftliche Parabel oder mystische Geschichte mit exotischem Flair. Die Regisseurin Gerlinde Pelkowski will sich gar nicht entscheiden. (more…)

15.08.2014

Märchenhafte Stimmung in der Waldbühne

Die Deutsche OperBerlin präsentiert “Die Zauberflöte” am 23. August als Open-Air-Ereignis. Mit W. A. Mozarts Singspiel ist eines der weltweit populärsten Werke für Musiktheater zu erleben

Von Uwe Sauerwein

Dieser Weg wird kein leichter sein. Davon wissen Tamino und Pamina wie auch der Vogelfänger Papageno und seine Papagena mehr als ein Liedchen zu singen. Aufregende, gefährliche Prüfungen stehen den beiden Paaren bevor. Doch gerade der schwierige Weg macht die liebenswerten Protagonisten von Wolfgang Amadeus Mozarts Oper DIE ZAUBERFLÖTE reifer und erwachsener. Am Ende steht die Erkenntnis: (more…)

18.06.2014

Die Liebe als Kunst – des Überlebens

Zwölf junge Theatermacher entwickeln „LoveAffairs“ und bespielen dabei die gesamte Tischlerei

Tenor Jörg Schörner steht auf einer Art Laufsteg und streckt mit gewaltiger Schadenfreude einem unsichtbaren Gegenüber den Zeigefinger hin: „Ehehehehehehehe….“ Gesungenes Gelächter schüttelt seinen Leib. „Zeig’ ruhig noch mehr Zunge, das ist gut so!“ ruft Regisseurin Margo Zalite. Über dem Kopf von Sopranistin Bini Lee meint man derweil beinahe eine Glühbirne aufleuchten zu sehen, so deutlich mimt sie einen erfreuten Erkenntnisvorgang: „Aaaaaaaaaaaaah!“ Eine Reaktion auf das Verhalten ihres Kollegen ist es nicht, wie aufgezogene mechanische Puppen wiederholen die beiden jeder für sich Gestik und Mimik. (more…)

19.05.2014

Auf Erfolgskurs

Der Bariton John Chest singt die Titelrolle in Benjamin Brittens Matrosenoper BILLY BUDD

Von Udo Badelt

Gerader Gang, aufrechte und weltoffene Haltung, lässig-interessierter Blick, Stupsnase, dunkelblonde Haare und eine tiefliegende, leicht angedunkelt raunende Stimme, die schon im Gespräch den Bariton verrät: Gestatten, John Chest, 28, neuestes Mitglied im Ensemble der Deutschen Oper Berlin. Etwas Maritimes, zugleich Bodenständiges – Typ Bolzplatzspieler –, umweht die Gestalt des Amerikaners schon von Weitem, und man kann sich wunderbar vorstellen, wie er, die Hand fest an der Reling, geradewegs auf den bisherigen Höhepunkt seiner Sängerkarriere zu segelt: (more…)

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