Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

14.02.2014

„Am liebsten würde ich das ganze Haus bespielen“

Christian Spuck will bei „Fausts Verdammnis“ aus vielen Einzelteilen ein großes Bildertheater entstehen lassen

Christian Spuck zählt zu den erfolgreichen Choreografen unserer Zeit. Über Jahre prägte er das Stuttgarter Ballett, seit 2012 ist er Direktor des Balletts an der Oper Zürich. Schon seit 2005 ist er hin und wieder auch als Opernregisseur aktiv. „Fausts Verdammnis“ von Hector Berlioz inszeniert Spuck als großes Bilder-Spektakel. Martina Helmig sprach mit ihm. (weiterlesen…)

07.02.2014

„Die tiefen Stimmen sind die Stimmen der Seele“

Hanna Schwarz als Großmutter Buryja in JENUFA: Ein weiterer Höhepunkt in der ohnehin imposanten Laufbahn der Sängerin

“Das Stück ist so beklemmend. Kein Wunder, dass bei den Proben mit Christof Loy viel geweint wurde. Ich glaube, die Jenufa oder die Küsterin könnte ich auf der Bühne nicht durchhalten. Als alte Buryja habe ich mit dem schrecklichen Mord an dem unehelichen Kind nicht direkt zu tun“, überlegt Hanna Schwarz (70). Mit der erfahrenen Mezzosopranistin bekommt die oft vernachlässigte Rolle der Großmutter ein ganz ungewohntes Format und Gewicht. Sie bringt menschliche Wärme in die „Jenufa“-Inszenierung, aber auch den Wunsch, die furchtbaren Gräuel einfach zu überspielen. (weiterlesen…)

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31.01.2014

“Ich bin nicht gut in Chinesisch”

Hui He, die Titelheldin in „La Gioconda“, über ihr Leben als einzige weltberühmte Opernsängerin aus China.

„Che Chui“ – mit Krächzlaut und in dieser Reihenfolge –, so lautet der Name der chinesischen Sängerin Hui He, wenn sie ihn selber ausspricht. Hebt sie in Italien den Telefonhörer ab und meldet sich mit den Worten: „Sono Hui“ („Hier ist Hui“), dann versteht man dort: „Sono qui“ („Ich bin hier“). Und antwortet: „Dovè“ („Wo?“). Sagt sie dagegen in Frankreich ihren Vornamen „Hui“ in die Sprechmuschel, so denkt man, sie habe „Oui“ („Ja“) gesagt. Und antwortet: „Quoi?!“ („Was?!“) Oder schlimmer: „Non“. („Nein.“) (weiterlesen…)

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20.12.2013

„Ich liebe Rollen, die emotionale Tiefe haben“

Die Sopranistin Siobhan Stagg gibt am 20. Dezember ihr Debüt als Pamina in Mozarts „Zauberflöte“

Ihr erstes Mal an der Deutschen Oper Berlin wird sie nie vergessen. Nicht nur, weil die 26-jährige Siobhan Stagg mit der Woglinde damals ihr Wagner-Debüt gab, sondern auch, weil ihr Gesangslehrer eigens dafür aus dem fernen Australien angereist war, um die Vorstellung erleben zu können. „Und als ich in die Garderobe kam, stand das ganze Zimmer voller Blumen“, erzählt die Sängerin. Freunde aus Australien hatten das Blumenmeer für die „Rheintochter“ arrangiert. (weiterlesen…)

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29.11.2013

„Bei der Arbeit atme ich mit den Sängern“

Regisseur Christof Loy im Gespräch mit Kai Luehrs-Kaiser über sein Opern-Credo, die Angst vor Berlin – und die offene Rechnung mit Falstaff

Christof Loy, geboren 1962 in Essen, gilt als einer der erfolgreichsten Opernregisseure in Deutschland. Mit Inszenierungen bei den Salzburger Festspielen, am Londoner Covent Garden und im Brüsseler „La Monnaie“ erlangte er vielfach internationale Aufmerksamkeit. Nach „Jenůfa“ (2012) ist Verdis letzte Oper „Falstaff“ erst seine zweite Arbeit in Berlin. (weiterlesen…)

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06.11.2013

Die Erotik dicker Männer

Uwe Friedrich im Gespräch mit Christof Loy

In Giuseppe Verdis letzter Oper FALSTAFF besteht die Oberfläche daraus, dass ein älterer Herr vergeblich zwei Frauen in den besten Jahren nachstellt. Ist das wirklich alles oder gibt es in Ihrer Sicht auf dieses Werk noch andere Themen?

Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, dass Verdi diese Oper als alter Mann geschrieben hat und dass es um die Melancholie eines alten Mannes geht, der auf das Leben in seiner großen Vielfalt zurückschaut. Dabei fasziniert mich immer wieder, wie viel Vitalität und Jugendlichkeit diese Figur hat, die sicher im letzten Lebensdrittel steht. Das ist für mich das Hauptthema: Wie viel Jugend steckt immer noch im Alter? (weiterlesen…)

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