Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

24.06.2016

Rokoko trifft Wiener Klassik

Seit fast zwei Jahrzehnten gehört Michaela Kaune zu den Publikumslieblingen an der Deutschen Oper Berlin. Im Ensemble an der Bismarckstraße hat sie ihre Karriere begonnen. Inzwischen ist die Sopranistin weltweit gefragt – doch ein Heimspiel in Berlin ist immer etwas Besonderes. Erst kürzlich hat sie wieder als Marschallin im „Rosenkavalier“ einen Erfolg an der Deutschen Oper Berlin gefeiert. (more…)

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04.04.2016

Back to the Roots

Auf der Lions-Benefizgala reist die BigBand der Deutschen Oper Berlin musikalisch von New York nach Berlin

Heutzutage organisieren sich Nachbarschaften über Apps oder Online-Foren. In den 80er-Jahren sprach man einfach noch miteinander. Aus flüchtigen Bekannten wurden Freunde, Ideen entwickelten sich im Hausflur oder auf dem Hof. „Mein damaliger Nachbar Paul Dillinger war Mitglied im Wannseer Lions Club, ich blies bereits Posaune an der Deutschen Oper Berlin“, erinnert sich das Orchester-Mitglied Sebastian „Sese“ Krol. „Daneben hatte ich – quasi als Hobby – ein Blechbläserquintett. So kam uns die Idee, mit diesem eine Benefizveranstaltung zu organisieren.“ Gesagt, getan. Schon nach dem ersten Auftritt war klar, dass eine neue Tradition geboren worden war. (more…)

07.12.2015

Nietzsches Blick auf den Hirtengott Pan

Unter Leitung von Donald Runnicles spielt das Orchester der Deutschen Oper Berlin Gustav Mahlers monumentale 3. Sinfonie

Maurice Béjart (1927-2007) war zeitlebens ein großer Mahler-Bewunderer. Mit seinem Ballett „Ce que l’amour me dit“ (1974) ehrte der Choreograf dessen Kompositionen, in dem er seiner Inszenierung Auszüge aus Mahlers Dritter unterlegte. Die Symbiose hat bis heute weder an Energie noch Aktualität eingebüßt. Nach zehnjähriger Abstinenz führte das Béjart Ballet das Repertoirestück endlich wieder in Berlin auf. Das war vergangenen Herbst, als die Compagnie für wenige Tage in die Hauptstadt kam. (more…)

03.12.2015

Italienische Oper im Erbgut

„Verdi hat sein Leben lang experimentiert. Ihm hätte das Raumkonzept unserer ‚Aida‘ bestimmt gut gefallen“, meint Andrea Battistoni. Auch der junge Dirigent ist neugierig und offen für neue Erfahrungen. „Die Zuhörer werden Verdis Oper ebenfalls ganz anders erleben. Wenn sie direkt neben den Sängern sitzen, spüren sie die musikalische Energie viel direkter.“ Der italienische Dirigent gehört zu den großen Nachwuchshoffnungen. (more…)

19.10.2015

„Lieder und Dichter“ – eine reizvolle Mischung

Hannover, Karlsruhe, San Francisco – wo immer John Parr gearbeitet hat, etablierte er spannende Reihen mit Liedern. Dem Liedrepertoire gehört seine große Liebe, bei vielen Liederabenden weltweit hat er am Flügel gesessen.

Seit einem Jahr ist der Brite Studienleiter an der Deutschen Oper Berlin. „Lieder und Dichter“ heißt die neue Reihe, die er sich gemeinsam mit dem Leitungsteam des Hauses für das Opernfoyer ausgedacht hat. (more…)

22.05.2015

Perfekte Balance zwischen Kopf und Herz

Tischlereikonzert mit Werken des polnischen Komponisten Andrzej Panufnik

Sir Andrzej Panufnik hatte seine eigenen Theorien zu Musik und Geometrie. Er tüftelte und konstruierte lange an seinen Musikstücken. „Seine Witwe Camilla hat mir erzählt, dass er manchmal einen ganzen Tag lang an zwei Takten schrieb“, erzählt Tomasz Tomaszewski, seit 1982 erster Konzertmeister des Orchesters der Deutschen Oper Berlin. Nun könnte man meinen, dass sich Panufniks Musik abstrakt und spröde anhört. Weit gefehlt! „Seine Musik klingt ungeheuer emotional. Den mühevollen Kompositionsprozess merkt man ihr keine Sekunde lang an. Das ist für mich das größte Wunder“, so Tomaszewski. (more…)

24.04.2015

Mit Mozart Kindern aus der Not helfen

Zum 20. Mal findet die Benefizgala des Lions Clubs zugunsten Berliner Projekte statt

„Es ist der feste Wille aller Clubmitglieder, Berliner Kindern in Not zu helfen. Wir wollen aber nicht einfach das Scheckbuch zücken, sondern selbst aktiv werden“, erzählt Friedrich Lahmann, der Präsident des Lions Clubs Berlin-Wannsee. Es ist ein kleiner Club mit 24 Mitgliedern, der sich jedes Jahr wieder in die Organisationsarbeit für die jährliche Lions-Benefizgala stürzt. Jetzt feiern die Lions das 20-jährige Jubiläum des Events. (more…)

16.03.2015

ROMEO UND JULIA als Inspirationsquelle

Shakespeares Texte haben Komponisten durch die Jahrhunderte inspiriert, angefangen mit Purcells THE FAIRY QUEEN, die auf dem Stoff des „Sommernachtstraums“ basiert, bis hin zu Thomas Adès’ Studien zum STURM. Diese Reise durch die Jahrhunderte endet schließlich in der Jetzt-Zeit:

Das Orchester der Deutschen Oper vergibt in diesem Jahr ein Auftragswerk an den Komponisten Mathias Hinke, das sich auf das Drama „Romeo und Julia“ beziehen und Shakespeares Sprache in einem Kammermusikwerk zu Gehör bringen wird. Mit Mathias Hinke sprach Dramaturg Sebastian Hanusa über die Neukomposition und die Inspirationsquelle William Shakespeare. (more…)

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02.02.2015

Wer hasst, kann nicht trauern

„Elektra“ von Richard Strauss in der Inszenierung von Kirsten Harms und mit drei Sängerinnen von Weltrang

„Wo bleibt Elektra?“ Keine Ouvertüre, kein instrumentales Vorgeplänkel, nichts. Mit einer profanen Frage einer Magd beginnt diese Oper, die doch an Intensität kaum zu überbieten ist. Die 1909 uraufgeführte „Elektra“ von Richard Strauss nach dem gleichnamigen Drama von Hugo von Hofmannsthal nimmt gerade mal 1 Stunde 50 Minuten pausenlose Spieldauer in Anspruch, aber die hat es in sich. Die Atmosphäre in diesem Opernschocker, in dem von Beginn an der Rachegedanke dominiert, ist noch düsterer als in der vier Jahre älteren Oper „Salome“, obwohl die Gewalt, wie im antiken Drama üblich, sich hinter der Szene abspielt. (more…)

09.01.2015

Jeder Satz ein Juwel

Streitbare Musik: Donald Runnicles dirigiert die Brahms-Sinfonien Nr. 3 und 4

„Welch ein Werk, welche Poesie, die harmonischste Stimmung durch das Ganze, alle Sätze wie aus einem Gusse, ein Herzschlag, jeder Satz ein Juwel!“ schwärmte Clara Schumann in einem Brief an Johannes Brahms über dessen 3. Sinfonie. Im Sommer 1883, knapp 50-jährig, hatte der Komponist das Werk während seines Wiesbaden-Aufenthalts verfasst.  Wie Clara Schumann zeigt sich auch Brahms’ Freund, der große Geiger Joseph Joachim, tief beeindruckt von der Sinfonie in F-Dur. (more…)