Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

01.06.2015

Bühnendebüt mit Tunnelblick

Thomas Blondelle war anfänglich eingeschüchtert von der Größe des Opernhauses. Heute fühlt sich der Tenor aus Belgien heimisch in Berlin

Der Kuchen mit Lychees und Blaubeeren schmeckt so gut wie er aussieht. Jede Woche kreiert Thomas Blondelle (32) ein neues wunderbares Backwerk. Der Tenor kocht auch voller Leidenschaft. Belgier sind so stolz auf ihre Kochkultur wie Franzosen. „Wir kombinieren die französische Tradition aber mit den üppigen deutschen Portionen. Wir wollen es uns richtig gut gehen lassen“, meint der 32-Jährige schmunzelnd. Seit 2009 singt Thomas Blondelle im Ensemble der Deutschen Oper Berlin. (more…)

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08.05.2015

Die Kunst der leisen Töne

Mit seinen Tenören ist Richard Strauss nicht zimperlich umgegangen. Die Rollen sind in der Regel kurz, undankbar und liegen unbequem in der Stimme. Während ihm für Frauenstimmen eine großartige Partie nach der anderen eingefallen ist und er die tiefen Männerstimmen immerhin noch mit effektvollen komischen Rollen versorgt hat, müssen sich die Tenöre abplagen und erzielen kaum mal einen nennenswerten Effekt. „Ich hätte gerne die Tenöre der Strauss-Zeit live gehört und nicht nur in Aufnahmen“, wünscht sich Pavol Breslik, „denn diese Partien sind für uns einfach harte Arbeit. Das hat Richard Strauss offenbar so gefallen, und deshalb wüsste ich gerne, wie es im Theater klang, als meine Vorgänger das gesungen haben.“ (more…)

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05.05.2015

„Wir machen alles mit der Zungenspitze“

Tschaikowskijs „Eugen Onegin“ feiert Wiederaufnahme: Ein Gespräch mit Etienne Dupuis und Karan Armstrong über die Ära von Götz Friedrich

Berliner Morgenpost: Frau Armstrong, in Götz Friedrichs Inszenierung von „Eugen Onegin“ sang vor einigen Jahren noch einmal die damals über 60-jährige Mirella Freni die Tatjana. Woraus sich ganz organisch die Frage ergibt: Warum singen Sie heute nicht diese Rolle?

Karan Armstrong: (Lacht laut auf.) Oh, vielen Dank! Die Frage ist bloß, wer singt dann Larina?! Ich habe Tatjana übrigens wirklich einmal gesungen, in Amerika in einer Hochschulproduktion. Ich glaube, ich bräuchte eine Woche, um das zu reaktivieren. (more…)

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12.01.2015

Zu Besuch bei Seth Carico

Sonnige zwei Zimmer mit Klavier: Hier fühlen sich Bassbariton Seth Carico und seine Frau zuhause

Ein „Barihunk“ wie aus dem Bilderbuch. Der englische Begriff setzt sich aus den Wörtern „Bariton“ und „Hunk“ zusammen. Ein Bariton also, bei dem nicht nur die Stimme fasziniert, sondern auch das Äußere stimmt. Fast jeden Tag geht Seth Carico (32) ins Sportstudio, um seine Muskeln zu stählen. Er fühlt sich geschmeichelt, wenn man ihn zu den Barihunks zählt und wenn er im gleichnamigen Blog gefeatured wird. (more…)

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19.11.2014

William Spaulding fördert Chordirigenten

Der Chordirektor leitet erstmals eine Werkstatt des Dirigentenforums des Musikrats

Von Martina Helmig

„Ich möchte den jungen Chordirigenten vermitteln, was einen Opernchor von Rundfunk- oder Konzertchören unterscheidet“, erklärt William Spaulding. „Sie sollen erfahren, wie wir hier arbeiten.“ Zum ersten Mal leitet der Chordirektor eine Werkstatt des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats. (more…)

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24.10.2014

“Alles außer Oper”

Bei IN TRANSIT zeigen sich die Sänger des Ensembles von einer ungewohnten Seite

Von Patrick Wildermann

Immer in Bewegung. Nie wirklich angekommen. Das ist das Grundgefühl der Gegenwart. Wir sind Durchreisende mit festem Ziel vor Augen, aber stets zwischen den Stationen: im U-Bahnhof, am Flughafen, an der Bushaltestelle. „Orte, an denen man sich begegnet oder weiter geht“, so Eva-Maria Abelein. „Wo wir viel Zeit unseres Lebens verbringen“. (more…)

20.08.2014

Humor, Hokuspokus und seriöser Anspruch

Humor, Hokuspokus und seriöser Anspruch

Gerlinde Pelkowski über ihre Open-Air-Inszenierung von Mozarts „Zauberflöte“, die schon international Erfolge feierte

Von Martina Helmig

Mozarts „Zauberflöte“ lässt sich auf vielerlei Art deuten – als naives Märchen oder hehres Welterklärungsmodell, als gesellschaftliche Parabel oder mystische Geschichte mit exotischem Flair. Die Regisseurin Gerlinde Pelkowski will sich gar nicht entscheiden. (more…)

19.05.2014

Auf Erfolgskurs

Der Bariton John Chest singt die Titelrolle in Benjamin Brittens Matrosenoper BILLY BUDD

Von Udo Badelt

Gerader Gang, aufrechte und weltoffene Haltung, lässig-interessierter Blick, Stupsnase, dunkelblonde Haare und eine tiefliegende, leicht angedunkelt raunende Stimme, die schon im Gespräch den Bariton verrät: Gestatten, John Chest, 28, neuestes Mitglied im Ensemble der Deutschen Oper Berlin. Etwas Maritimes, zugleich Bodenständiges – Typ Bolzplatzspieler –, umweht die Gestalt des Amerikaners schon von Weitem, und man kann sich wunderbar vorstellen, wie er, die Hand fest an der Reling, geradewegs auf den bisherigen Höhepunkt seiner Sängerkarriere zu segelt: (more…)

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02.12.2013

Zwischen Spott und Todesangst, Liebe und Krieg

Clémentine Margaine und Markus Brück interpretieren Lieder aus Gustav Mahlers „Des Knaben Wunderhorn“

Wir kennen Clémentine Margaine in ihrer Paraderolle als sinnliche Carmen, der die Männerwelt zu Füßen liegt. Bariton Markus Brück ist auf der Opernbühne bald als Verführer Don Giovanni und tragischer Spaßvogel Rigoletto zu erleben. Doch die beiden sind nicht nur in der Opernwelt zu Hause, Sie machten sich auch mit Konzerten einen Namen. (more…)

29.11.2013

„Bei der Arbeit atme ich mit den Sängern“

Regisseur Christof Loy im Gespräch mit Kai Luehrs-Kaiser über sein Opern-Credo, die Angst vor Berlin – und die offene Rechnung mit Falstaff

Christof Loy, geboren 1962 in Essen, gilt als einer der erfolgreichsten Opernregisseure in Deutschland. Mit Inszenierungen bei den Salzburger Festspielen, am Londoner Covent Garden und im Brüsseler „La Monnaie“ erlangte er vielfach internationale Aufmerksamkeit. Nach „Jenůfa“ (2012) ist Verdis letzte Oper „Falstaff“ erst seine zweite Arbeit in Berlin. (more…)

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