Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

24.10.2014

“Alles außer Oper”

Bei IN TRANSIT zeigen sich die Sänger des Ensembles von einer ungewohnten Seite

Von Patrick Wildermann

Immer in Bewegung. Nie wirklich angekommen. Das ist das Grundgefühl der Gegenwart. Wir sind Durchreisende mit festem Ziel vor Augen, aber stets zwischen den Stationen: im U-Bahnhof, am Flughafen, an der Bushaltestelle. „Orte, an denen man sich begegnet oder weiter geht“, so Eva-Maria Abelein. „Wo wir viel Zeit unseres Lebens verbringen“. (more…)

20.08.2014

Humor, Hokuspokus und seriöser Anspruch

Humor, Hokuspokus und seriöser Anspruch

Gerlinde Pelkowski über ihre Open-Air-Inszenierung von Mozarts „Zauberflöte“, die schon international Erfolge feierte

Von Martina Helmig

Mozarts „Zauberflöte“ lässt sich auf vielerlei Art deuten – als naives Märchen oder hehres Welterklärungsmodell, als gesellschaftliche Parabel oder mystische Geschichte mit exotischem Flair. Die Regisseurin Gerlinde Pelkowski will sich gar nicht entscheiden. (more…)

09.04.2014

Zu Besuch bei Elena Tsallagova

Elena Tsallagova stammt aus Wladikawkas. Sie wollte Tänzerin werden, doch Verdis „Macht des Schicksals“ entfachte die Liebe zur Oper. In Berlin geht die Sopranistin nun die großen Partien an.

„Du musst einfach!“ hat sie ihrem Vater gesagt. „Einmal musst du kommen und mich singen hören.“ Noch nie war der Vater von Elena Tsallagova (33) im Ausland, aber im April werden die Eltern von Nord-Ossetien nach Berlin reisen. Schließlich singt die Sopranistin gerade eine neue Rolle nach der anderen. Micaëla in „Carmen“ neben Roberto Alagna, Gilda in „Rigoletto“, Pamina in der „Zauberflöte“, Blumenmädchen im „Parsifal“ – in diesen Wochen können die Eltern und alle anderen Elena Tsallagova groß in Aktion erleben. (more…)

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03.03.2014

Spiel mit der Unsterblichkeit

Die Band The bianca Story probt mit Jugendlichen „Gilgamesh Must Die!“

Befreit Euch von Euren Texten!“ ruft Elia Rediger und schlägt einen Beat mit den zwei Drumsticks in seinen Händen. Beschwörend reißt er die Augen auf, zwinkert seinen 14 Schützlingen zu, und wie in Trance lassen diese ihre Textblätter zu Boden gleiten. In ihrer Kreisformation stampfen, rappen, und klatschen sie, als gäbe es kein morgen. Dabei ist heute doch erst Tag zwei im Probenprozess zu „Gilgamesh Must Die!“. (more…)

07.02.2014

„Die tiefen Stimmen sind die Stimmen der Seele“

Hanna Schwarz als Großmutter Buryja in JENUFA: Ein weiterer Höhepunkt in der ohnehin imposanten Laufbahn der Sängerin

“Das Stück ist so beklemmend. Kein Wunder, dass bei den Proben mit Christof Loy viel geweint wurde. Ich glaube, die Jenufa oder die Küsterin könnte ich auf der Bühne nicht durchhalten. Als alte Buryja habe ich mit dem schrecklichen Mord an dem unehelichen Kind nicht direkt zu tun“, überlegt Hanna Schwarz (70). Mit der erfahrenen Mezzosopranistin bekommt die oft vernachlässigte Rolle der Großmutter ein ganz ungewohntes Format und Gewicht. Sie bringt menschliche Wärme in die „Jenufa“-Inszenierung, aber auch den Wunsch, die furchtbaren Gräuel einfach zu überspielen. (more…)

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31.01.2014

“Ich bin nicht gut in Chinesisch”

Hui He, die Titelheldin in „La Gioconda“, über ihr Leben als einzige weltberühmte Opernsängerin aus China.

„Che Chui“ – mit Krächzlaut und in dieser Reihenfolge –, so lautet der Name der chinesischen Sängerin Hui He, wenn sie ihn selber ausspricht. Hebt sie in Italien den Telefonhörer ab und meldet sich mit den Worten: „Sono Hui“ („Hier ist Hui“), dann versteht man dort: „Sono qui“ („Ich bin hier“). Und antwortet: „Dovè“ („Wo?“). Sagt sie dagegen in Frankreich ihren Vornamen „Hui“ in die Sprechmuschel, so denkt man, sie habe „Oui“ („Ja“) gesagt. Und antwortet: „Quoi?!“ („Was?!“) Oder schlimmer: „Non“. („Nein.“) (more…)

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20.12.2013

„Ich liebe Rollen, die emotionale Tiefe haben“

Die Sopranistin Siobhan Stagg gibt am 20. Dezember ihr Debüt als Pamina in Mozarts „Zauberflöte“

Ihr erstes Mal an der Deutschen Oper Berlin wird sie nie vergessen. Nicht nur, weil die 26-jährige Siobhan Stagg mit der Woglinde damals ihr Wagner-Debüt gab, sondern auch, weil ihr Gesangslehrer eigens dafür aus dem fernen Australien angereist war, um die Vorstellung erleben zu können. „Und als ich in die Garderobe kam, stand das ganze Zimmer voller Blumen“, erzählt die Sängerin. Freunde aus Australien hatten das Blumenmeer für die „Rheintochter“ arrangiert. (more…)

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02.12.2013

Zwischen Spott und Todesangst, Liebe und Krieg

Clémentine Margaine und Markus Brück interpretieren Lieder aus Gustav Mahlers „Des Knaben Wunderhorn“

Wir kennen Clémentine Margaine in ihrer Paraderolle als sinnliche Carmen, der die Männerwelt zu Füßen liegt. Bariton Markus Brück ist auf der Opernbühne bald als Verführer Don Giovanni und tragischer Spaßvogel Rigoletto zu erleben. Doch die beiden sind nicht nur in der Opernwelt zu Hause, Sie machten sich auch mit Konzerten einen Namen. (more…)

29.11.2013

„Bei der Arbeit atme ich mit den Sängern“

Regisseur Christof Loy im Gespräch mit Kai Luehrs-Kaiser über sein Opern-Credo, die Angst vor Berlin – und die offene Rechnung mit Falstaff

Christof Loy, geboren 1962 in Essen, gilt als einer der erfolgreichsten Opernregisseure in Deutschland. Mit Inszenierungen bei den Salzburger Festspielen, am Londoner Covent Garden und im Brüsseler „La Monnaie“ erlangte er vielfach internationale Aufmerksamkeit. Nach „Jenůfa“ (2012) ist Verdis letzte Oper „Falstaff“ erst seine zweite Arbeit in Berlin. (more…)

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12.11.2013

Unvergessliche Jazz-Balladen

Die BigBand der Deutschen Oper Berlin würdigt Nat King Cole

Als Jazz-Pianist und Sänger schrieb er Musikgeschichte. Vor allem mit seinen balladesken Songs prägte sich Nat King Cole (1919-1965) weltweit in die Gehörgänge ein. Auch bei jenen Menschen, die sich sonst weniger mit Jazz befassen. „Unforgettable“, unvergesslich, ist die Musik des Mannes aus Montgomery/Alabama. Und unter diesem Motto steht auch die Hommage an Nat King Cole durch die BigBand der Deutschen Oper Berlin. (more…)