Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

24.06.2016

Rokoko trifft Wiener Klassik

Seit fast zwei Jahrzehnten gehört Michaela Kaune zu den Publikumslieblingen an der Deutschen Oper Berlin. Im Ensemble an der Bismarckstraße hat sie ihre Karriere begonnen. Inzwischen ist die Sopranistin weltweit gefragt – doch ein Heimspiel in Berlin ist immer etwas Besonderes. Erst kürzlich hat sie wieder als Marschallin im „Rosenkavalier“ einen Erfolg an der Deutschen Oper Berlin gefeiert. (more…)

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24.04.2016

Primadonna, tiefergelegt

Irene Roberts gilt als eine der großen Hoffnungen im Ensemble der Deutschen Oper – auch als Carmen

Auch für Mezzosoprane kann das Leben hart sein. Wenn Irene Roberts ihrem neunmonatigen Sohn Austen mit halber Stimme vorsingt, macht der zuerst große Augen. Und fängt dann an zu weinen. Ein neuerlicher Versuch wurde um einige Monate vertagt. Zuhause in Wilmersdorf, wo die gebürtige Kalifornierin mit ihrer Familie lebt, singt sie fast gar nicht. Sondern geht zum Üben in die Bismarckstraße zur Deutschen Oper. „Der Einzige, der sich überhaupt gar nichts anmerken lässt, wenn ich singe, ist unser Hund Miki“, so Roberts. Der japanische Shiba, ein Jagdspitz, hat vielmehr, wenn die Mama weg ist, eine Erziehungsrolle zu übernehmen. „Das Krabbeln“, erzählt Ehemann Devon lachend, „hat unser Baby ganz eindeutig nicht von uns gelernt. Sondern von unserem Hund“. (more…)

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13.04.2016

Leichte Brise

Christa Ludwig attestierte der jungen Australierin Siobhan Stagg „eine der schönsten Stimmen, die ich je gehört habe“. Die singt jetzt Sophie im „Rosenkavalier“.

Pink. Und Weiß und Silber. In diesen drei Saison-Farben hat die Sopranistin Siobhan Stagg ihre Charlottenburger Wohnung dekoriert. Dezent genug. Die Farben zeigen sich in Tulpen und frischen Lilien, die einen schweren Duft im gesamten 3. Stock verbreiten. Auf dem Tisch stehen frische Erdbeeren. Vielleicht hat das alles eine private symbolische Bedeutung? Die Tage der nichtrosa Fernbeziehung – und zwar einer sehr fernen Fernbeziehung – sind vorbei, seit vor einigen Tagen ihr Freund, ein Bratschist, aus Australien nachgekommen ist. (more…)

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24.02.2016

Erwischt! Joyce DiDonato über Bellini und ihre Rückkehr an die Deutsche Oper

Frau DiDonato, Sie befinden sich derzeit auf der absoluten Höhe Ihres Könnens und sind in fabelhafter Verfassung! Besser denn je?

Danke vielmals! Und zugleich: schwer zu sagen. Für Sänger ist die Wahrnehmung der eigenen Person wahnsinnig subjektiv. Was ich sagen kann, ist, dass ich heute mehr künstlerische Freiheit bei mir feststelle als früher. Und dass ich mehr Kontrolle über meine Mittel habe. Man dringt tiefer ein. Viel wichtiger ist aber, den Eindruck zu behalten, dass es noch weiter aufwärts gehen könnte. Und dass man sich weiter entwickeln muss. (more…)

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19.10.2015

„Lieder und Dichter“ – eine reizvolle Mischung

Hannover, Karlsruhe, San Francisco – wo immer John Parr gearbeitet hat, etablierte er spannende Reihen mit Liedern. Dem Liedrepertoire gehört seine große Liebe, bei vielen Liederabenden weltweit hat er am Flügel gesessen.

Seit einem Jahr ist der Brite Studienleiter an der Deutschen Oper Berlin. „Lieder und Dichter“ heißt die neue Reihe, die er sich gemeinsam mit dem Leitungsteam des Hauses für das Opernfoyer ausgedacht hat. (more…)

08.09.2015

Sei stolz auf das, was du mitbringst

Was Stimme und Erscheinung betrifft, ist Ronnita Miller unverwechselbar. Die amerikanische Mezzo Sopranistin ist eine der am meisten beschäftigten Sängerinnen im Ensemble

Wenn Ronnita Miller auf dem Fahrrad von der Kantstraße zur Arbeit radelt, gehört sie zu den wenigen Ensemble-Mitgliedern der Deutschen Oper Berlin, die man sofort erkennt. Ohne zu zögern. Unmittelbar! Das liegt nicht nur daran, dass die Amerikanerin – üppig, einnehmend und schwarz – im Berliner Stadtbild eine Besonderheit darstellt. (more…)

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07.09.2015

„Einfach, kindlich und unschuldig“

Für Mélisande geht Jana Kurucová buchstäblich ins Wasser. Nur der Schluss fällt ihr diesmal nicht leicht.

„Diese Inszenierung mit dem Wasser und den wechselnden Lichtstimmungen zieht einen sofort in ihren Bann“, schwärmt Jana Kurucová. Sie sang die Mélisande schon vor vier Jahren. Ohne zu zögern sagte sie zu, die fordernde Partie auch bei der Wiederaufnahme am 9. September zu übernehmen – obwohl sie gerade ihr erstes Kind bekommen hat. (more…)

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10.06.2015

Für Jugend braucht es die richtige Reife

Philipp Stölzl bringt Gounods „Faust“ nach Berlin. Die weibliche Hauptrolle dieser Oper, die hierzulande lange „Margarethe“ hieß, singt Krassimira Stoyanova. Die bulgarische Sopranistin kommt somit nach langer Zeit wieder für eine Premiere an die Bismarckstraße.

Wie ist es möglich, dass eine der großartigsten Sopranistinnen der Gegenwart in Deutschland so herzlich unbekannt ist?! Krassimira Stoyanova – aktuelle Marschallin im „Rosenkavalier“ bei den Salzburger Festspielen – hat dafür eine prompte Erklärung parat. (more…)

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05.05.2015

„Wir machen alles mit der Zungenspitze“

Tschaikowskijs „Eugen Onegin“ feiert Wiederaufnahme: Ein Gespräch mit Etienne Dupuis und Karan Armstrong über die Ära von Götz Friedrich

Berliner Morgenpost: Frau Armstrong, in Götz Friedrichs Inszenierung von „Eugen Onegin“ sang vor einigen Jahren noch einmal die damals über 60-jährige Mirella Freni die Tatjana. Woraus sich ganz organisch die Frage ergibt: Warum singen Sie heute nicht diese Rolle?

Karan Armstrong: (Lacht laut auf.) Oh, vielen Dank! Die Frage ist bloß, wer singt dann Larina?! Ich habe Tatjana übrigens wirklich einmal gesungen, in Amerika in einer Hochschulproduktion. Ich glaube, ich bräuchte eine Woche, um das zu reaktivieren. (more…)

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16.02.2015

„Ich bin meinem Talent gefolgt“

Für Elbenita Kajtazi aus dem Kosovo erfüllte sich ein Lebenstraum

Wie gemalt sieht sie aus. Mit ihrem seidenen Schal, den langen dunklen Haaren und den geheimnisvollen Augen unter nicht endenwollenden Wimpern: Elbenita Kajtazi, Sopranistin und Stipendiatin der Deutschen Oper Berlin. Die 23-Jährige lacht viel und laut und strahlt eine Gelassenheit aus, die man kaum fassen kann, wenn man ihre bewegte Lebensgeschichte hört. Später wird sie sagen: „Ich lebe meinen Traum. Ich habe allen Grund glücklich zu sein.“ (more…)

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