Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

19.06.2015

Was verbindet Klagelaute mit Türenquietschen?

„Sounds for a while”: UdK-Studenten untersuchen das Potenzial von Klängen und Geräuschen

Ein Zaun wird als Musikinstrument gebraucht. Das Publikum darf sich auch auf eine Beschimpfungsaktion gefasst machen. Ein weibliches Vokalquartett befasst sich mit dem psychoakustischen Phänomen der Differenztöne. Wenn die vier Frauen Töne in ganz bestimmten Tonhöhenabständen singen, entstehen im Ohr des Hörers neue, andere Töne. „Es geht uns nicht darum, ein Lied zu singen, sondern um das Hören und die Wahrnehmung“, erklärt Vera Buhß. Ihre Aussage gilt für das ganze Projekt „Sounds for a while“. Sieben Studenten des Masterstudiengangs „Sound Studies“ an der Universität der Künste gestalten die Musiktheaterinstallation mit dem Professor und Klangkünstler Hans Peter Kuhn. Am 25. Juni findet die Uraufführung in der Tischlerei statt. (more…)

Kommentare (0)

05.06.2015

Orchesterakademie hilft beim Einstieg in den Opernberuf

Für viele Orchester gehört sie heute zur Basis der Nachwuchsförderung. In der Orchesterakademie können junge Musiker in beinahe allen Instrumentengruppen, meist parallel zum Studium, für mindestens eine Spielzeit erste Erfahrungen im Berufsleben sammeln. Die Deutsche Oper Berlin zählte vor mehr als zwei Jahrzehnten zu den ersten Häusern, die solch eine Akademie einrichteten. (more…)

Kommentare (0)

22.05.2015

Perfekte Balance zwischen Kopf und Herz

Tischlereikonzert mit Werken des polnischen Komponisten Andrzej Panufnik

Sir Andrzej Panufnik hatte seine eigenen Theorien zu Musik und Geometrie. Er tüftelte und konstruierte lange an seinen Musikstücken. „Seine Witwe Camilla hat mir erzählt, dass er manchmal einen ganzen Tag lang an zwei Takten schrieb“, erzählt Tomasz Tomaszewski, seit 1982 erster Konzertmeister des Orchesters der Deutschen Oper Berlin. Nun könnte man meinen, dass sich Panufniks Musik abstrakt und spröde anhört. Weit gefehlt! „Seine Musik klingt ungeheuer emotional. Den mühevollen Kompositionsprozess merkt man ihr keine Sekunde lang an. Das ist für mich das größte Wunder“, so Tomaszewski. (more…)

15.04.2015

Verstrickt in die ganz große Lüge

Mit dem Triptychon „Ohio“ bringen junge Künstler DDR-Spionage-Geschichten auf die Bühne der Tischlerei

Mitten in der Nacht macht sich der Mann aus dem Staub. Kein Streit, keine Erklärung. Das Baby schreit, die Frau telefoniert mit Polizei und Krankenhäusern, doch er bleibt spurlos verschwunden. Für immer. Die Führungsoffizierin hat den Mann abgezogen. Die Informationen, die der Spion über seine Frau an die Stasi lieferte, sind nicht mehr wertvoll. Er bekommt eine neue Identität, ein neues Leben, vielleicht eine neue Familie. (more…)

Kommentare (0)

30.03.2015

Der Feind in meinem Bett

Drei Kurzopern des Kompositionswettbewerbs NEUE SZENEN II beleuchten ein dunkles Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte

Ein großer Liebhaber ist dieser Romeo nicht. Mit Shakespeares jugendlichem Helden hat er überhaupt nur eines gemeinsam: die Bereitschaft zur Selbstaufgabe. Wohinter in seinem Fall jedoch keine edlen, sondern arglistige Motive stehen. Thomas Zaletzki ist ein Lügner. Ein Spion. Ein Romeo. So lautet die nachrichtendienstliche Bezeichnung für einen männlichen Agenten, der im Zuge seiner Mission eine Liebesbeziehung mit der weiblichen Zielperson eingeht. Undercover, selbst im Bett. Eine Methode, die besonders bei der Stasi beliebt war. (more…)

Kommentare (0)

16.03.2015

ROMEO UND JULIA als Inspirationsquelle

Shakespeares Texte haben Komponisten durch die Jahrhunderte inspiriert, angefangen mit Purcells THE FAIRY QUEEN, die auf dem Stoff des „Sommernachtstraums“ basiert, bis hin zu Thomas Adès’ Studien zum STURM. Diese Reise durch die Jahrhunderte endet schließlich in der Jetzt-Zeit:

Das Orchester der Deutschen Oper vergibt in diesem Jahr ein Auftragswerk an den Komponisten Mathias Hinke, das sich auf das Drama „Romeo und Julia“ beziehen und Shakespeares Sprache in einem Kammermusikwerk zu Gehör bringen wird. Mit Mathias Hinke sprach Dramaturg Sebastian Hanusa über die Neukomposition und die Inspirationsquelle William Shakespeare. (more…)

Kommentare (0)

21.01.2015

Das Abenteuer Begegnung

Es quietscht und hämmert, pocht und dröhnt aus dem Keller der Hector-Peterson- Schule: Enise [15] und Melda [14] feilen abwechselnd an einem langen Stück Holz für das Griffbrett ihres Banjos. Der fünfzehnjährige Fatih baut gerade den Korpus einer Gitarre. Seit drei Monaten fertigen die Schüler bereits gemeinsam im Projekt „Musikinstrumentenbau“ ihre eigenen Instrumente. „Jeder von uns konnte sich selber überlegen, was für ein Instrument er bauen will“, erklärt Melda. So entstehen im Werkstattraum neben Banjo und Gitarre u. a. eine Kalimba, eine Panflöte und ein Tasteninstrument, für das eine alte Keyboard-Tastatur zu neuem Leben erwacht. (more…)

Kommentare (0)

20.01.2015

Schlagzeuger gehen einfach richtig ab

Im Herbst haben Björn Matthiesen und Rüdiger „Rübe“ Ruppert, beide Schlagzeuger des Orchesters der Deutschen Oper Berlin, einen einwöchigen Percussion-Workshop in der Hector-Peterson-Schule gegeben. Die beiden Schüler Cem und Tafari hatten teilgenommen. Jetzt sitzen die vier nach ihrer ersten Trommel-Session in der Tischlerei zusammen. Ein Gespräch.

Björn Matthiesen (B): Cem, Tafari, was bedeutet euch Musik?

Cem (C) : Musik zu hören ist eine der besten Freizeitbeschäftigungen. Aber selbst Musik zu machen, ist etwas ganz anderes, es ist wirklich geil, man kann etwas Eigenes probieren. (more…)

Kommentare (0)

03.12.2014

Was wünschst du dir?

Dramaturgin Anne Oppermann [O] im Gespräch mit Regisseurin Annechien Koerselman [K] und Mezzosopranistin Christina Sidak [S] über die Kinderoper GOLD (Premiere: 5. Dezember 2014), Theaterzauber, unverdientes Glück und große Träume.

S: Annechien, du warst ja schon die Regisseurin der Uraufführung von GOLD. Wie ist das Stück entstanden?

K: Die Künstlerische Leiterin des Theaters Sonnevanck, Flora Verbrugge, fragte mich, ob wir gemeinsam ein Kinderstück über Eigentum basierend auf dem Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“ entwickeln wollen. (more…)

Kommentare (0)

Schlagwörter: , ,

24.10.2014

“Alles außer Oper”

Bei IN TRANSIT zeigen sich die Sänger des Ensembles von einer ungewohnten Seite

Von Patrick Wildermann

Immer in Bewegung. Nie wirklich angekommen. Das ist das Grundgefühl der Gegenwart. Wir sind Durchreisende mit festem Ziel vor Augen, aber stets zwischen den Stationen: im U-Bahnhof, am Flughafen, an der Bushaltestelle. „Orte, an denen man sich begegnet oder weiter geht“, so Eva-Maria Abelein. „Wo wir viel Zeit unseres Lebens verbringen“. (more…)