Der Blog

Herzlich Willkommen im Blog der Deutschen Oper Berlin! An dieser Stelle laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam über aktuelle Premieren und Repertoirevorstellungen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen Sie mit auf die Reise in die belebte Vergangenheit des Hauses, erzählen Geschichten seiner Protagonisten, geben tiefere Einblicke in die vielfältige Jugendarbeit und stellen ihnen wunderbare Künstler/Innen vor. Wir freuen uns auf Sie und ihre Kommentare!

05.06.2015

Orchesterakademie hilft beim Einstieg in den Opernberuf

Für viele Orchester gehört sie heute zur Basis der Nachwuchsförderung. In der Orchesterakademie können junge Musiker in beinahe allen Instrumentengruppen, meist parallel zum Studium, für mindestens eine Spielzeit erste Erfahrungen im Berufsleben sammeln. Die Deutsche Oper Berlin zählte vor mehr als zwei Jahrzehnten zu den ersten Häusern, die solch eine Akademie einrichteten. (more…)

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22.05.2015

Perfekte Balance zwischen Kopf und Herz

Tischlereikonzert mit Werken des polnischen Komponisten Andrzej Panufnik

Sir Andrzej Panufnik hatte seine eigenen Theorien zu Musik und Geometrie. Er tüftelte und konstruierte lange an seinen Musikstücken. „Seine Witwe Camilla hat mir erzählt, dass er manchmal einen ganzen Tag lang an zwei Takten schrieb“, erzählt Tomasz Tomaszewski, seit 1982 erster Konzertmeister des Orchesters der Deutschen Oper Berlin. Nun könnte man meinen, dass sich Panufniks Musik abstrakt und spröde anhört. Weit gefehlt! „Seine Musik klingt ungeheuer emotional. Den mühevollen Kompositionsprozess merkt man ihr keine Sekunde lang an. Das ist für mich das größte Wunder“, so Tomaszewski. (more…)

13.04.2015

Shakespeare und die Liebe

„Wenn die Musik die Nahrung der Liebe ist, spielt weiter“, lässt Shakespeare den Herzog Orsino in „Was ihr wollt“ sagen. Shakespeare und die Liebe – das ist ein unerschöpfliches Thema. Shakespeare und die Musik ebenso. Nicht nur, weil der Dichter eine enge Beziehung zur Musik hatte. Seine Sprachkunst selbst hat musikalische Qualitäten. Nicht wenige Zuhörer empfinden seine Sonette als Musik. Shakespeare hat mit Worten komponiert, Verse mit Rhythmus aufgeladen und Reime wie Melodien gesetzt. Kein Wunder, dass seine Werke zu allen Zeiten die Komponisten inspirierten. Kaum ein Dichter wurde über die Jahrhunderte öfter in Musik gesetzt, für Oper und Konzert, Musical und Pop. (more…)

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06.03.2015

Back to the Roots

Strawinskijs GESCHICHTE VOM SOLDATEN kehrt für eine Aufführung in die Tischlerei zurück

Er war der Radikalste von allen: Als sich der 35-jährige Igor Strawinskij gegen Ende des Ersten Weltkriegs daran machte, das russische Märchen GESCHICHTE VOM SOLDATEN zu vertonen, stellte er den ganzen herkömmlichen Opernapparat erstmal auf Null. Statt eines großen Orchesters, eines Opernchores und opulenter Ausstattung braucht das knapp einstündige Stück nur sieben Musiker, zwei Darsteller und einen Erzähler und lässt sich schon mit den knappsten szenischen Mitteln auf die Bühne bringen. (more…)

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19.01.2015

Das 4.Tischlereikonzert: Von Schülern und Lehrern

„Ich habe bei ihm so viel gelernt, wovon ich vieles wieder vergessen musste. Aber um es vergessen zu können, musste ich es erst einmal gelernt haben!“ Dieses etwas reservierte Kompliment machte Dmitrij Schostakowitsch (1906-1975) seinem Lehrer Alexander Glasunow. Recht speziell war das Verhältnis zwischen dem hochgeehrten Altmeister und seinem eigenwilligen Zögling. (more…)

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08.09.2014

Mayako Kubo über „Das Meer“

„Musik nach Fukushima zu schreiben, ist nicht möglich. Die Opfer kann keine Musik trösten. Und was kann ich unternehmen? Wenn Unmengen kontaminierten Wassers immer noch Tag für Tag ins Meer fließen. Das Meer ist verseucht. Die Erde ist verseucht.

„Das Meer“, ein Auftragswerk des Landesmusikrates Berlin, habe ich für das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin geschrieben. Es ist meine Art, Wut auszudrücken, wobei die Musik nicht das wiedergeben kann, was geschah. Musik bleibt Musik. (more…)

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08.09.2014

Isabel Mundry über „Gefächerter Ort“

„Der Komposition gehen zwei Anregungen voraus, die scheinbar unverbunden nebeneinander stehen. Auf der einen Seite widmet sie sich der Lektüre des Textes “Melancholie” von Peter Nádas, in dem der Bedeutung des Begriffes nachgegangen wird, der weniger als ein Gemütszustand, sondern eher als eine Wahrnehmungsform beschrieben wird. Die melancholische Wahrnehmung sei sich bewusst, dass jeder Blickwinkel nur einen Ausschnitt darstelle, daß man nicht gleichzeitig nah und fern sein könne, nicht gleichzeitig ich und ein anderer. (more…)

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05.09.2014

Katia Tchemberdji über „Ouvertüre“

Die „Ouvertüre“ – das Stück vor dem Stück – entfaltet sich im orchestralen Raum, in dem die Instrumentengruppen Holzbläser, Streicher, Klavier/Akkordeon, Gitarre/Harfe/Schlagzeug als Klangschichten gedacht, sich zu- oder voneinander dynamisch bewegen und sich irrealen Charakteren auf der virtuellen Bühne annähern. Am Ende geht der imaginäre Vorhang auf – die Eröffnung einer Oper. Wobei die letzte aber nicht gespielt wird.
(Katia Tchemberdji) (more…)

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05.09.2014

Sarah Nemtsov über „communication – lost – found“

Frau Nemtsov, Neue Musik und ein Laienensemble, wie geht das zusammen?
Ich würde die Musikerinnen und Musiker des Landesjugendensembles Neue Musik nicht unbedingt als Laien bezeichnen, sie haben nur nicht eine komplette Ausbildung abgeschlossen und sie haben noch wenig Erfahrung. Aber ich habe schon mehrfach für Laien komponiert. Die Musik muss man Musik anders denken, weil bestimmte Voraussetzungen, die man bei Profi-Ensembles hat, nicht gegeben sind. Dafür erhält man eine besondere Energie, auch ein gewisse Unschärfe, aus der aber eine bestimmte Kraft erwächst. (more…)

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